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Dauerhaft gerade Zähne dank Retainer

Die wichtigsten Fragen und Antworten

 

Die Zeiten, in denen nur Kinder eine Zahnspange bekamen, sind längst vorbei. Mittlerweile nehmen auch immer mehr Erwachsene eine nachhaltige Zahnkorrektur in Anspruch. Kein Wunder, immerhin gelten gerade Zähne mittlerweile als Schönheitsideal.

Dafür nehmen Menschen inzwischen viel in Kauf, denn kieferorthopädische Behandlungen sind in der Regel kostspielig und nehmen viel Zeit in Anspruch. Wer möchte da schon sein strahlendes Endergebnis gefährden? Genau das aber kann ohne eine adäquate Nachbehandlung passieren. Der Name der Lösung lautet Retainer.

Aber was ist das genau? Welche Vor- und Nachteile haben Retainer? Und übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten? Diese und viele weitere wichtige Fragen rund um Retainer möchten wir im folgenden Beitrag beantworten.

Quelle: Adobe Stock / karrastock

 

10.02.2021

Was sind Retainer?

Der Retainer ist ein von Kieferorthopäden gern genutztes Hilfsmittel, um das Ergebnis einer Zahnspangenbehandlung langfristig zu sichern. Ein eingesetzter Retainer (deutsch: Zahnstabilisator) soll nach dem Entfernen der Zahnspange verhindern, dass sich die in Position geschobenen Zähne wieder in ihre ursprüngliche Position verschieben. Diesen Vorgang nennt man in der Kieferorthopädie „Rezidiv“.

Um die Zähne in ihrer Position zu fixieren, gibt es auf dem Markt einige Retainer-Systeme. Hier unterscheidet man nach der Art der Fixierung um Mundraum zwischen festen und herausnehmbaren Retainern. Zudem existieren mit dem Platten-Retainer, der Kunststoffschiene und dem Lingual-Retainer drei unterschiedliche Bauformen.

Fester oder herausnehmbarer Retainer?

Ein fester Retainer kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine starke Zahnfehlstellung korrigiert wurde. Das ist nötig, da das Risiko hier besonders groß ist, dass sich die Zähne wieder in ihre ursprüngliche Position begeben. Solche Zahnstabilisatoren kommen für die Frontzähne sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer zum Einsatz.

Unterschieden wird hier, je nach Korrekturfeld, zwischen sogenannten 3-3-Retainern und 4-4-Retainern. Während ein 3-3-Retainer von Eckzahn zu Eckzahn reicht, erstreckt sich ein 4-4-Retainer beidseitig über den ersten kleinen Backenzahn. Festsitzende Retainer bleiben in der Regel mehrere Jahre im Mundraum, bevor der Kieferorthopäde diese entfernt.

Herausnehmbare Retainer sind nicht dauerhaft an den korrigierten Zähnen befestigt. Patienten können den Retainer bei Bedarf herausnehmen. Nach der Behandlung wird allerdings auch der herausnehmbare Retainer nach Empfehlung des Behandlers für mindestens sechs Monate dauerhaft getragen.

Je weiter die Behandlung fortschreitet, desto öfter kann der Stabilisator herausgenommen werden. Der große Vorteil liegt darin, dass der Stabilisator sowohl bei der Mundhygiene als auch beim Essen herausgenommen werden kann. Wichtig: Sobald sich beim Wiedereinsetzen ein Spannungsgefühl zeigt, ist es wahrscheinlich, dass sich die Zähne wieder in ihre alte Position verschieben möchten.

Welche Arten von Retainern gibt es?

Es gibt in der Kieferorthopädie aktuell drei Arten von Retainern – darunter ein fester Retainer und zwei herausnehmbare Varianten.

  • Kunststoffschiene: Die herausnehmbare Kunststoffschiene besteht aus Acrylkunststoff und erinnert optisch an einen durchsichtigen Zahnschutz aus dem Boxsport.
    Solche Schienen umschließen alle Zahnkronen des Kiefers und kommen sowohl bei der Stabilisierung vertikaler Zahnbewegungen als auch bei der Stabilisierung der Zähne in ihrer Endposition zum Einsatz. Für den unmittelbaren Einsatz nach der Korrektur starker Zahnfehlstellungen ist die Kunststoffschiene nicht geeignet.
  • Platten-Retainer: Der Platten-Retainer besteht aus einer Kunststoffplatte und einem Metallbügel. Damit hat er eine große Ähnlichkeit zu einer losen Zahnspange. Ähnlich wie diese wird der Platten-Retainer primär in der Nacht getragen.
    Solche Retainer schaffen Freiraum für vertikale Zahnbewegungen, stabilisieren vertikale Zahnbewegungen und halten die Zähne eines kompletten Kiefers in der Endposition. Im Gegensatz zu festen Retainern arbeitet der Platten-Retainer passiv und ohne eigene Krafteinwirkung.
  • Lingual-Retainer: Der häufig auch als Klebe-Retainer bezeichnete Zahnstabilisator kommt bei zahlreichen Indikationen zum Einsatz. Darunter etwa der Lückenschluss der mittleren Schneidezähne, bei der Ausdrehung von Schneidezähnen oder bei der transversalen Erweiterung bei schmalen Kiefern.
    Um die notwendige Kraft aufzubringen, besteht der Lingual-Retainer aus dünnen Metalldrähten. Abhängig von den Anforderungen unterscheidet sich die Dicke und Form des Drahtgeflechts, das an die Innenseite der Frontzähne geklebt wird.
    Zusätzlich befestigt wird der Lingual-Retainer (mindestens) an den Eckzähnen. Je nach Modell kommen zwei, vier oder sechs Klebestellen zum Einsatz. Durch die Anbringung hinter den Frontzähnen ist der Lingual-Retainer unsichtbar.

Ist ein Retainer wirklich notwendig?

Viele Patienten wissen vor der Entscheidung für eine Zahnspange gar nicht, dass die Behandlung mit dem Herausnehmen meist noch nicht abgeschlossen ist. Nach dem Abschluss einer sogenannten „Aligner“-Therapie sollen die Zähne schließlich auch in ihrer geraden Endposition gehalten werden.

Ohne Retainer beträgt das Risiko dafür, dass die Zähne innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren wieder in ihrer ursprünglichen Position sind, nahezu 90 Prozent. Eine Nachbehandlung mit einem Retainer ist daher in den meisten Fällen sinnvoll und notwendig.

Wie verläuft die Behandlung?

Der genaue Behandlungsablauf hängt von dem zum Einsatz kommenden Retainer ab. Grundsätzlich fertigt ein Zahnlabor alle Zahnstabilisatoren individuell für Ihren Kiefer und Ihre Zahnfehlstellung an. Dazu erfolgt im Rahmen eines Ersttermins beim Zahnarzt das Erstellen eines Kieferabdrucks. Auf dieser Basis wird der Retainer von einem Zahntechniker angefertigt.

Beim Zweittermin erfolgt die letztliche Anpassung. Besonders unkompliziert ist das bei Kunststoffschienen und Platten-Retainern. Hier sind meist nur kleine Anpassungen nötig, dann können Sie den Zahnstabilisator einsetzen.

Deutlich aufwendiger ist die Anpassung eines festen Retainers. Zu Beginn steht eine gründliche Zahnreinigung, um den optimalen Halt zu garantieren. Für die notwendige Stabilität wird ein Metalldraht mit einem transparenten Spezialkleber an der Innenseite der Frontzähne verklebt. In manchen Fällen bringt der Zahnarzt auch zunächst Veneers an, in die der sogenannte Retention-Draht eingearbeitet wird.

Wichtig: Das Anbringen des Retainers steht nahezu immer vor dem Entfernen der festen Zahnspange. Andernfalls ist das Risiko zu groß, dass es zu spontanen Zahnbewegungen kommt. Ist der Kleber ausgehärtet, wird die feste Zahnspange entfernt. Anschließend bekommen Sie eine detaillierte Einweisung in die korrekte Pflege der Zähne und des Retainers.

Welche Vorteile haben Retainer?

Nach einer kieferorthopädischen Behandlung ist der Einsatz eines Zahnstabilisators eigentlich obligatorisch, denn er hat für das Endergebnis nur Vorteile. Der Retainer stabilisiert die Zähne in ihrer Endposition und sorgt dafür, dass sie in genau dieser Position stabil im Kiefer verwachsen.

Verzichten Sie darauf, steigt das Risiko dafür, dass der Zeit- und Kostenaufwand für die vorangegangene Behandlung umsonst war. Spätestens in ein paar Jahren sind die Fehlstellungen zurück.

Welche Nachteile haben Retainer?

Wir wollen nicht unterschlagen, dass der Einsatz von Retainern grundsätzlich mit den gleichen Nachteilen verbunden ist wie die feste Zahnspange – zumindest, wenn es um feste Retainer geht. Die Zahnpflege ist durch den verklebten Draht nämlich deutlich aufwendiger.

Zudem sollten Sie Ihre Zähne zweimal jährlich einer professionellen Zahnreinigung unterziehen. Ein weiterer Nachteil: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten eine Retainer-Behandlung meist nicht.

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Wie lange muss ich den Retainer tragen?

Es liegt in der Natur einer kieferorthopädischen Behandlung, dass sie viel Zeit in Anspruch nimmt. Wer auf einen schnellen Behandlungsabschluss hofft, den müssen wir enttäuschen. Grundsätzlich gilt: Die Festigungsphase (Retentionsphase) sollte für ein optimales Ergebnis mindestens genau so lang dauern, wie die Tragedauer der Zahnspange.

Wie lange die Tragedauer genau sein muss, hängt von den Voraussetzungen im Einzelfall ab. In vielen Fällen ist sogar das lebenslange Tragen eines herausnehmbaren Retainers sinnvoll. Das gilt vor allem bei der Korrektur von Fehlstellungen der Schneidezähne im Unterkiefer.

Können sich meine Zähne trotz Retainer verschieben?

In der Regel sind Ihre Zähne durch einen fachgerecht angebrachten Retainer so fixiert, dass Sie sich nicht mehr verschieben können. Das gilt jedoch nur für feste Retainer. Bei herausnehmbaren Retainern ist die Gefahr für eine Verschiebung gegeben. Das Risiko steigt mit der Häufigkeit und Dauer, mit der Sie den Zahnstabilisator herausnehmen.

Spüren Sie beim Herausnehmen oder Einsetzen der Schiene bzw. des Platten-Retainers ein Druckgefühl, ist das ein Anzeichen dafür, dass sich Ihre Zähne wieder zu verschieben beginnen. Tragen Sie Ihren Retainer in einem solchen Fall häufiger und lassen Sie die Entwicklung im Zweifelsfall von Ihrem Zahnarzt kontrollieren.

Mit welchen Kosten muss ich für Retainer rechnen?

Wie hoch die Kosten für die nachhaltige Zahnstabilisation ausfallen, hängt sowohl von der Art des Retainers als auch von dessen Material ab. Ein entscheidender Kostenfaktor ist, ob Sie den Zahnstabilisator nur für einen oder gleich für beide Kiefer benötigen. Grundsätzlich können Sie mit Kosten im Rahmen von ca. 200 bis 500 Euro rechnen.

Übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für Retainer?

Auch beim Einsatz von Retainern gilt der eiserne Grundsatz der gesetzlichen Krankenkassen: Alle Behandlungen, die medizinisch nicht notwendig sind, müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen. Daher übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten nur dann, wenn die Korrektur zur Optimierung der Kieferverhältnisse notwendig war. (Bei Kindern sieht dies anders aus.)

In den meisten Fällen muss es sich aber um eine triftige medizinische Indikation inklusive vorangegangener Operation handeln, denn der Retainer ist nicht im Standard-Katalog der Krankenversicherungen enthalten. Dafür ist in der Regel ein Engstand im Unterkieferbereich vom Grad 3 nötig.

Wichtig: Damit überhaupt eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist, müssen Sie die Kostenübernahme schon im Vorfeld beantragen. Erst wenn die Genehmigung durch die Krankenkasse vorliegt, kann die Behandlung beginnen.

 


Tipp: Erwachsene Patienten profitieren bis zu zwei Jahre nach der Behandlung mit einer Zahnspange von einer Kostenübernahme für herausnehmbare Retainer.


 

Was muss ich bei einem Retainer unbedingt beachten?

Ein Retainer ist ein Hilfsmittel, das die optimale Zahnstellung fördert, aber auch einen hohen Pflegeaufwand erfordert. Eine sorgfältige Zahnpflege ist daher Pflicht. Das gilt vor allem für die Reinigung der Zahnzwischenräume sowie der kleinen Spalten rund um den Retainer.

Ideal ist die Kombination aus elektrischen Zahnbürsten, Interdentalbürsten, Zahnseide und Mundspülungen. Somit vermeiden Sie, dass sich Zahnbeläge und Zahnstein sammeln, was das Risiko für Karies erhöht. Wir empfehlen eine Zahncreme mit weichen Borsten und eine milde Zahncreme. Ebenfalls wichtig: Lassen Sie den korrekten Sitz mindestens einmal jährlich überprüfen und etwaige Schäden so schnell wie möglich reparieren.

Was kann ich tun, wenn der Retainer-Draht kaputt geht?

Ist der Draht bei einem festen Retainer defekt, muss dieser so schnell wie möglich ausgetauscht werden. Erfolgt keine Reparatur, besteht die Gefahr, Teile des Metalldrahtes zu verschlucken. Die Reparaturkosten hängen dabei vom Ausmaß des Schadens ab. Sin nur einige Klebestellen zu erneuern, liegen die Kosten meist bei 40 bis 70 Euro.

Ist dagegen ein kompletter Draht erneut zu befestigen, sind Sie schnell bei Kosten in Höhe von 250 bis 500 Euro – also beinahe den Kosten für das Einbringen eines neuen Retainers. Wie gut, dass eine gute Zahnzusatzversicherung auch diese Kosten übernimmt.

 

 

FAQ

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