Bis 05.12. Freunde werben und 100€ sichern!

Digital Smile Design

Was steckt dahinter?

Die Digitalisierung nimmt in unserem Leben immer mehr Raum ein – auch in der Medizin. Digitale Bildgebungsverfahren gehören mittlerweile ebenso dazu wie das Erstellen hochpräziser Prothesen mittels 3D-Druck.

In der Zahnmedizin gibt es nun mit dem Digital Smile Design ein Verfahren, das für jedermann das perfekte Lächeln verspricht. Aber was steckt dahinter, wie funktioniert das Digital Smile Design und was kostet die makellose Zahnreihe nach Wunsch? Wir klären die wichtigsten Fragen rund um das innovative Verfahren.

Was steckt dahinter?

Was ist Digital Smile Design?

Bei Digital Smile Design (kurz: DSD) handelt es sich um ein neues digitales Verfahren aus der Zahnmedizin. Mit Hilfe einer speziellen Software wird für Patient:innen eine Vorabsimulation des Behandlungsergebnisses erstellt, anhand dessen die eigentliche Behandlung erfolgt. Die Software ist dazu in der Lage, die Sanierung oder ästhetische Optimierung anhand von komplexen Aufnahme- und Analyseprozessen eigenständig detailliert vorzubereiten und zu planen sowie im Anschluss zu simulieren.

Damit ist es möglich, das eigene Wunschlächeln am Computer zu modellieren und die eigenen Zahnreihen so nach individuellen Wünschen anzupassen. So etwa, um beschädigte Zähne auszubessern oder unschöne Zahnlücken zu schließen. Durch die digitale Modellierung kann das spätere Ergebnis so schon am Bildschirm begutachtet werden. Anschließend lässt sich das digitale Modell weiter optimieren, wobei Patient:innen eigene Wünsche und Vorstellungen einbringen können.

Daraus entsteht ein echtes 3D-Vorführmodell, das in den Mund der Patient:innen eingesetzt wird. Passt alles, erfolgt die Umsetzung des finalen Produkts durch Zahntechniker:innen. Der große Vorteil besteht darin, dass Patient:innen das Behandlungsergebnis bereits vor dem Behandlungsbeginn sehen. Das wiederum steigert die langanhaltende Zufriedenheit mit der Behandlung und ihrem Ergebnis.

Für wen ist die Behandlung möglich und sinnvoll?

Zugegeben, die moderne Behandlungsmethode des Digital Smile Designs ist nicht billig. Da es sich um eine in nahezu allen Fällen rein ästhetische Maßnahme handelt, tragen Sie die Kosten selbst. Nur in wenigen Fällen leisten private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen überhaupt einen Zuschuss.

Das Digital Smile Design richtet sich also in erster Linie an Personen, die ihre Zahnästhetik und die Symmetrie ihres Gebisses verbessern und nach ihren eigenen Wünschen gestalten möchten. Zielbereich sind hier die Zähne im sichtbaren Bereich, also Frontzähne sowie Eckzähne, die beim offenherzigen Lächeln und Sprechen zu sehen sind. Das Digital Smile Design ist dabei eine moderne Möglichkeit, Scham und Unzufriedenheit mit dem eigenen Lächeln loszuwerden. Eine weitere Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Digital Smile Designs ist eine gewisse Solvenz.

In einigen Fällen kann das Verfahren auch als Ergänzung eines Standard-Behandlungsverfahrens bei der Wiederherstellung nach einer schweren Mund-Kiefer-Gesichtsverletzung zum Einsatz kommen. Gleiches gilt für die Korrektur schwerer Fehlstellungen und Deformationen, wobei das Endergebnis bereits dank des „Smile Preview“ sichtbar wird.

So läuft das Digital Smile Design Schritt für Schritt ab

Das Digital Smile Design ist ein hochkomplexes Verfahren. Dabei umfasst es angefangen von der Erstberatung bis hin zur Nachkontrolle zahlreiche Teilschritte. Im Folgenden listen wir die wichtigsten Schritte auf:

  1. Analyse und Evaluierung: Der erste Schritt zum maßgeschneiderten Lächeln beginnt mit einem Anamnese- bzw. Evaluierungstermin in der Zahnarztpraxis. Im Zuge dieses ersten Besuchs werden Zähne und Gesichtsästhetik sowie die Symmetrie eingehend begutachtet. Die Begutachtung umfasst die Analyse und Erfassung der Lage von Zähnen, Weichteilen und knöchernen Bestandteilen. Alle markanten Punkte werden hierzu vermessen, digitalisiert und analysiert. Ebenfalls Teil der Erstbegutachtung ist die Untersuchung der Sprachlaute (Phonetik). Immerhin hat die Beschaffenheit von Zähnen und Kiefer auch hier einen großen Einfluss.
  2. Fotodokumentation: Im Anschluss an die einführende Inaugenscheinnahme werden in der Zahnarztpraxis Bilder von der Gesichtsstruktur und der Beschaffenheit des Gebisses angefertigt. In vielen Fällen kommen Videoaufnahmen hinzu, die den Bewegungsablauf von Kiefer und Gesicht bei verschiedenen Mimiken und Ausdrücken zeigen. Dazu zählen etwa verschiedene Varianten des Lächelns. Die Zähne werden indes per Intraoralscanner gescannt.
  3. Erstellen einer digitalen Simulation: Im nächsten Schritt geht es daran, auf Basis der Dokumentation ein Wunschergebnis zu planen. Dieses wird am Computer erstellt und simuliert, sodass bereits zu diesem Zeitpunkt ein direkter Vorher-Nachher-Vergleich möglich ist. Anpassungen und Änderungen sind hier jederzeit möglich.
  4. Umsetzung des digitalen Modells: Aus den Scandaten via Intraoralscanner und der erstellten Simulation entsteht nun ein digitales Modell. Dieses umfasst dabei nicht nur die Zähne und die Struktur der knöchernen Bestandteile, sondern auch Weichteile wie das Zahnfleisch. Diese Kombination ermöglicht einen sehr realistischen Eindruck des Endergebnisses.
  5. 3D-Mock-Up: Das erstellte 3D-Modell dient als Grundlage für das folgende 3D-Mock-Up. Die digitalen Daten dienen hier einem 3D-Drucker als Vorlage, der auf dieser Basis ein exaktes Modell aus Kunststoff fertigt. Das Vorführmodell wird anschließend den Patient:innen zeitweise eingesetzt. So kann das Ergebnis so plastisch wie möglich veranschaulicht werden. Das Einsetzen des Modells ermöglicht eine Überprüfung, ob das neue Gebissdesign zu den Proportionen des Gesichts und den Gesichtszügen passt. Zudem sind auf Basis der Ergebnisse weitere Anpassungen möglich.
  6. Freigabe und Behandlungsstart: Sind Patientin bzw. Patient mit dem 3D-Mock-Up zufrieden, erfolgt die Freigabe zur Herstellung der endgültigen Zahnprodukte. Hierzu wird ein finaler Entwurf erstellt und präsentiert. Anschließend wird ein Behandlungsplan für den finalen zahnärztlichen Eingriff erstellt.

Anwendungsgebiete für Digital Smile Design

Das Digital Smile Design steckt in seiner Verbreitung noch immer in seinen Kinderschuhen. Immerhin ist diese fortschrittliche Behandlung derzeit nur in den wenigsten zahnärztlichen Praxen verfügbar.

Zahlenquelle

Diese Zahl dürfte in näherer Zukunft aber ebenso steigen, wie die es die Zahl der Zahnärzt:innen zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2020 getan hat. Wie die Grafik zeigt, ist die Gesamtzahl der hierzulande tätigen Zahnärzt:innen im genannten Zeitraum von 78.742 (2000) auf 99.569 (2020) gestiegen. Das Potenzial ist in jedem Fall groß, denn das Digital Smile Design kann in den folgenden Bereichen mit großem Mehrwert zur Anwendung kommen:

– Vollständige Zahnsanierung
– Bleaching
– Erstellung eines harmonischen Zusammenspiels zwischen Zähnen und Zahnfleisch
– Anpassung bei genereller Unzufriedenheit mit dem eigenen Gebiss
– Korrektur von Zahnfehlstellungen
– Zahnimplantate
– Zahnersatz in Form von Kronen und Brücken
– Weitere zahnmedizinische Ästhetik wie zum Beispiel Veneers

Welche medizinischen Risiken gibt es bei Digital Smile Design?

Das Digital Smile Design ist eine fortschrittliche Methode. Allerdings handelt es sich hier um keine Behandlungsmethode im eigentlichen Sinne, sondern um eine planerische Vorstufe. Eigene medizinische Risiken birgt das Verfahren daher nicht. Im Rahmen der darauf basierenden Behandlung kommen allerdings die gleichen professionellen Methoden, Materialien und Instrumente zur Anwendung, die auch bei „klassischen“ zahnmedizinischen Methoden verwendet werden.

Die Risiken entsprechen also den allgemeinen medizinischen Risiken der entsprechenden Zahnbehandlung. Gerade für Angstpatient:innen kann das Digital Smile Design aber eine gute Alternative sein, da das Endergebnis schon im Vorhinein bekannt ist, was Patient:innen zumindest die Ungewissheit nimmt.

Wie hoch sind die Kosten beim Digital Smile Design?

Eine genaue Kostenrechnung für das Digital Smile Design können wir an dieser Stelle leider nicht aufmachen. Klar ist jedoch, dass Sie die Kosten für dieses optionale Verfahren in der Regel komplett aus eigener Tasche zahlen. Da es sich um eine sehr individuelle Vorgehensweise handelt, hängen die Kosten eins zu eins vom Umfang und damit dem Aufwand für Planung und Behandlung ab.

Eine Kosteneinschätzung erhalten Sie bereits im Rahmen der ersten Untersuchung. Eine private Zahnzusatzversicherung kann Ihnen dabei helfen, die anstehenden Gesamtkosten für die Behandlung zu stemmen. Informieren Sie sich jetzt über die attraktiven Tarife der MAXCARE Zahnzusatzversicherung und lassen Sie sich von unseren Expert:innen umfassend beraten.