Die Zahnbürste ist überall zuhause

Aus gesundheitstechnischer Sicht ist die Zahnbürste eine der wichtigsten Entwicklungen der Menschheit. Entgegen der Vorstellung vieler Menschen in der westlichen Welt putzt mittlerweile der überwiegende Teil aller Menschen auf der Welt zumindest mit einer einfachen Handzahnbürste. Nur eine zunehmend schwindende Minderheit hat keinen Zugang zu moderner Zahnhygiene. Dennoch verwenden nicht nur Naturvölker noch immer seit Jahrtausenden bewährte Zahnputzhilfen, sondern auch zahlreiche Bewohner der betreffenden Länder, um ihre Zahnpflege zu ergänzen.

Alles begann in grauer Vorzeit

Schon die Neandertaler kannten nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft das Konzept der Zahnreinigung. Hier allerdings kamen kleine Knochen und feine Stöcke zum Einsatz, um die Zahnzwischenräume zu reinigen. Die Spuren erster Zahnbürsten tauchten um 3.000 v. Chr. im alten Ägypten auf. Damals verwendete man kleine Kaustöcke, die an einem Ende zerfasert wurden und so auch als eine Art Bürste genutzt werden konnten. Dieses Konzept ist auch heute noch in vielen afrikanischen und arabischen Ländern weit verbreitet.

In arabischen Ländern setzt man auf Miswak und Siwak

Die ehemals von starken Beduinenkulturen geprägten Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas haben den altägyptischen Brauch über Jahrtausende bewahrt. Hier wachsen die Zahnbürsten quasi an den Bäumen, was für die umherziehenden Menschen in früheren Zeiten besonders praktisch war. Zur Zahnreinigung verwendet man kleine Zweige des als Miswak bzw. Siwak bekannten Zahnbürstenbaumes.

Diese kleinen Hölzer, die heute auch in moderner Form angeboten und genutzt werden, haben es in sich. Durch den hohen Fluoridgehalt von 8 bis 22 ppm vereinen sie die Eigenschaften von Zahnbürste und Zahnpasta. Die im Holz enthaltenen Gipskristalle lösen zudem selbst festsitzenden Schmutz von den Zähnen und sind damit das Pendant zu den Mikrogranulaten moderner Zahncremes.

Afrika setzt auf Neembaumzweige

Natürlich ist die Zahnbürste auch in Afrika mittlerweile das Zahnputzmittel Nummer eins. Vor allem bei den traditionell lebenden Naturvölkern setzt man ähnlich wie in arabischen Ländern auf die nachwachsenden Zahnbürsten aus der Natur. Anstelle von Miswak und Siwak finden hier jedoch meist die Zweige des Neembaums Verwendung. Während das Zerfasern auch hier dem mechanischen Putzen dient, sorgen die austretenden Säfte für eine antibakterielle Wirkung im Mundraum. Zudem kräftigt das Kauen die Kiefermuskulatur und stärkt das Gebiss.

Mit indischer Gewürzpower zu gesunden Zähnen

Wenn wir noch weiter gen Osten reisen, begegnen uns tatsächlich einige sehr exotische Mundpflegemaßnahmen, die aber auch heute noch weit verbreitet sind. Besonders ungewöhnlich geht es in Indien zu. In der Heimat zahlreicher aromatischer Gewürze verwendet man nämlich genau diese zur Zahn- und Mundhygiene. Meist dient eine Mischung aus Anis, Koriander und Fenchel als Kaupaste, die ein paar Minuten lang zerkaut und im Mund gewendet wird. Dank den zahlreichen ätherischen Ölen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen erzeugt diese Form der Mundhygiene nicht nur ein besonderes Mundgefühl, sondern wirkt auch noch antibakteriell und entzündungshemmend.

Ölziehen schwemmt Bakterien aus

Das Ölziehen hat seine Wurzeln ebenfalls in der ayurvedischen Medizin Indiens und wird dort heute noch praktiziert. Auch in Tibet und Russland nutzt man die Technik, um den Mundraum zu pflegen. Hierzu wird der Mund für 15 bis 20 Minuten mit Sonnenblumen- oder Sesamöl gespült. Das Öl nimmt Schmutz und kariesfördernde Bakterien aus den hintersten Winkeln des Gebisses auf und spült diese aus dem Mund heraus und sorgt so für ein Gleichgewicht der Mundflora.

Die enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine stärken zudem das Zahnfleisch. Das Ölziehen ist aktuell übrigens ein echter Lifestyle-Trend, denn auch Hollywood-Stars wie Gwyneth Paltrow setzen für ein strahlendes Lächeln auf diese Methode. Anstelle von Sonnenblumenöl wird hier allerdings oft das süßliche Kokosöl verwendet, was die Prozedur deutlich angenehmer macht.

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