Karies kann erblich bedingt sein

Karies beschreibt eine Zahnfäulnis, die mit der Zerstörung des Zahnschmelzes einhergeht. Es gibt verschiedene erbliche Faktoren, die die Erkrankung begünstigen können, beispielsweise die Speichelflussrate oder Mineralienzusammensetzung des Speichels. Je mehr Speichel produziert wird und je mehr Mineralien er enthält, desto höher ist die Pufferkapazität gegen Säuren, die die Kariesbakterien absondern. Auch der Aufbau des Zahnschmelzes und die Stellung der Zähne können Karies begünstigen. Je verschachtelter und enger die Zähne stehen, desto leichteres Spiel hat Plaque, da sich die Reinigung schwieriger gestaltet. Zudem können Fehlstellungen im Kiefer vererbt werden. Daraus können sich vor allem bei einer mangelhaften Mund- und Zahnhygiene weitere Probleme wie Karies entwickeln. Letzten Endes entscheidet jedoch die Zahnhygiene in den meisten Fällen darüber, ob Karies entsteht oder nicht. Durch die richtige Zahnpflege können selbst geerbte weiche Zähne ein Leben lang gesund bleiben.

Häufig resultiert Karies aus anderen Ursachen

Die Gene bestimmen viele wichtige Merkmale. Auch die Zähne erben wir von den Eltern. Doch der Einfluss der Genetik wird in diesem Fall oft viel zu hoch bewertet. Karies ist meist nicht erblich bedingt, sondern entsteht aufgrund der eigenen Lebensumstände. Karies ist in nahezu jedem Alter ein häufiges Problem und wird vorwiegend durch eine ungesunde, insbesondere zuckerhaltige Ernährung begünstigt. Jedes Mal, wenn Süßes gegessen wird, wird vom Zahnbelag eine Säure produziert, die die Zähne angreift und aus den Zähnen Mineralien herauslöst. Zwischen dem Genuss von zuckerhaltigen Speisen und Getränken sollten daher genügend Pausen liegen. Der Speichel kann die Säuren dann neutralisieren und die Zahnsubstanz remineralisieren. Das Risiko für Karies erhöht sich deutlich, wenn der Zucker über den Tag verteilt gegessen oder getrunken wird. Dem Mundraum und Zahnschmelz fehlt in diesem Fall die Regenerationsphase.

Karies bereits bei Kindern ein großes Problem

Schon bei den ersten Milchzähnen kommt es oft zur sogenannten Nuckelflaschenkaries. Der Grund sind Flaschen und Schnabelgefäße, die mit zucker- oder säurehaltigen Getränken gefüllt und dem Kind zum Dauernuckeln angeboten werden. Auch das Ablecken des Schnullers, Vorkosten des Breis mit dem gleichen Löffel oder das Küssen kann Karies beim Kind begünstigen. Babys haben anfangs noch keine Karieskeime im Mund, doch die Eltern und Verwandten geben ihre Bakterien weiter. Zuckerhaltige Speisen erhöhen das Risiko für Karies. Bereits Kinder sollten an eine optimale Zahn- und Mundhygiene herangeführt werden. Wichtig ist, dass Eltern ihre Kinder bei der Zahnpflege unterstützen – natürlich auch damit, dass sie selbst ein gutes Vorbild sind. Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich gründlich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt werden. Hilfsmittel wie Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten ergänzen das Putzen besonders effektiv. Eine gute Möglichkeit, Karies zu verhindern, ist eine Prophylaxe mit Fluorid. Der Stoff sorgt für eine Remineralisation, härtet die Schmelzschicht und hemmt die Bildung von Bakterien. Auch sinnvoll ist eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis.

Karies frühzeitig behandeln

Karies sollte im Anfangsstadium behandelt werden, solange lediglich der Zahnschmelz befallen ist. Sonst kann das Zahnbein (Dentin) angegriffen werden, das wesentlich weicher ist als der Zahnschmelz. Karies breitet sich unterhalb der Schmelz-Dentin-Grenze schnell aus. Der Zersetzungsprozess kann zudem auf das Zahnbein übergreifen, wodurch der gesamte Zahn zunehmend zerstört wird. Die Kauflächen und Zahnzwischenräume sind am meisten kariesgefährdet. Regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um Karies im Frühstadium zu erkennen und zu behandeln. Karies kann unbehandelt schnell einmal Zahnersatz erforderlich machen, der ohne eine Zahnzusatzversicherung bekanntermaßen teuer werden kann.

Fazit

Es gibt einige erbliche Faktoren, die die Infektionskrankheit Karies begünstigen. In den meisten Fällen ist Karies jedoch nicht angeboren, sondern wird durch Bakterien verursacht. Zucker- und säurehaltige Speisen und Getränke sind, vor allem in der Kombination mit mangelnder Zahnpflege, ein Risikofaktor. Je häufiger die Bakterien Süßes bekommen, umso mehr Säuren werden produziert. Diese greifen die Zähne an. Wer die Zähne und den Mund nicht regelmäßig pflegt und Beläge entfernt, hat ein höheres Risiko für Karies. Entscheidend ist daher letzten Endes immer, wie gut die Zähne gepflegt werden und wie die Ernährungsgewohnheiten aussehen. Unabhängig davon, was die Gene sagen – ohne eine gründliche Zahnreinigung gehört ein Risiko für Karies zu den möglichen Konsequenzen.

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