Der Einfluss von Zucker auf die Zähne

Eine große Menge an Zucker ist der Hauptgrund für die Entstehung von Kariesbakterien und sich daraus entwickelnde Zahnerkrankungen. Eine möglichst zuckerfreie Nahrung ist aber heute kaum noch möglich, da sich in vielen Produkten versteckte Zuckeranteile befinden. Es sind nicht nur Schokolade und andere Süßigkeiten in denen Zucker enthalten ist, sondern vor allem Fertignahrung. Ob Suppen oder Mikrowellengerichte – kaum eine Fertigproduktion kommt ohne Zucker aus.

Eine regelmäßige Zufuhr von Zucker begünstigt das Wachstum von Kariesbakterien. Besonders tückisch ist die Kombination aus sauer und süß, die beispielsweise beim Konsum von Colagetränken zugeführt wird. Die im Getränk enthaltene Phosphorsäure weicht den Zahnschmelz auf und greift ihn an. Die in der Cola enthaltene, große Menge an Zucker sorgt wiederum für eine rapide Ausbreitung der Bakterien. Werden derartige Getränke über den ganzen Tag hinweg getrunken, ist die Zahngesundheit akut gefährdet.

Die Mundhöhle ist ein idealer Nährboden für Bakterien, denn hier herrscht eine konstante Wärme und es gibt zahlreiche Nischen, in denen sie die Erreger verstecken können. Mit einer gründlichen Mundhygiene können schlimmere Schäden aufgehalten werden, doch in vielen Fällen wird Zucker über den ganzen Tag hinweg konsumiert und so die Zahngesundheit dauerhaft gefährdet.

Zuckerkonsum möglichst schadlos halten

Natürlich möchte kaum jemand vollständig auf Zucker verzichten, viel zu gut schmeckt das Stück Schokolade oder der leckere Kuchen. Die Gefahr für Zahnerkrankungen durch Zucker lassen sich eindämmen, wenn einige Vorsichtsmaßnahmen beim Konsum eingehalten werden. So sollte vor allem darauf geachtet werden, dass der Zucker nicht konstant über den ganzen Tag hinweg aufgenommen wird. Das gilt im Übrigen nicht nur bei Speisen, sondern auch bei Getränken. Ob Cola oder Fruchtsäfte, gesüßter Tee oder Kaffee, Getränke die Zucker enthalten sind ungeeignet für den ganzen Tag, da sie den Zahnschmelz nachhaltig angreifen.

Nach dem Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln sollten die Zähne geputzt werden, um den Bakterien keine Chance zur Verbreitung zu geben. Je nach Art des konsumierten Zuckers ist es aber notwendig mindestens eine halbe Stunde zu warten. Ein Glas Apfelsaft enthält beispielsweise nicht nur Zucker, sondern auch Fruchtsäure. Diese Säure greift den Zahnschmelz an und weicht ihn auf. Wird sofort nach dem Konsum zur Zahnbürste gegriffen, kann der aufgeweichte Zahnschmelz verletzt werden und die Bakterien können noch leichter eindringen.

Süßigkeiten werden im Idealfall zu einer Mahlzeit verzehrt oder als gesonderte Mahlzeit, anstatt über den ganzen Tag verteilt. Es ist besser für die Zahngesundheit, wenn eine ganze Tafel Schokolade auf einmal gegessen wird, anstelle immer wieder ein kleines Stück davon zu naschen. So können die Zähne nach dem Verzehr geputzt werden und die Gefahr einer Bakterienausbreitung ist gering.

Nahrung wirkt auf Zahnfleisch und Zähne

Nicht nur die direkte Auswirkung der Ernährung auf die Zähne ist ein Problem, sondern auch der indirekte Einfluss, der ausgeübt wird. Die Ernährung beeinflusst die Mikroorganismen in den Plaques, die sich auf den Zähnen ansiedeln. Auch wenn in der Mundhöhle immer eine gewisse Bakterienflora vorhanden ist, kann der Zahnschmelz angegriffen werden und Karies verursachen. Vor allem langandauernde Säureangriffe sind dafür verantwortlich, wenn sich ein Loch im Zahn bildet.

Damit die im Mundraum vorhandenen Bakterien überhaupt in der Lage sind, den Zahnschmelz zu beschädigen, müssen zunächst Kohlenhydrate zersetzt werden. Durch den Abbau entstehen säurehaltige Abbauprodukte, die wiederum den Zahnschmelz angreifen. Zucker besteht aus leicht zu spaltenden Molekülen und kann von den Bakterien kinderleicht abgebaut werden. Besonders der klassische Haushaltszucker fördert die Bildung von Plaques. Alle Bakterien der Mundhöhle sind fähig, Haushaltszucker aufzuspalten und dadurch Säure zu produzieren.

Doch auch Fruktose und Glukose gehören zu den plaquefördernden Zuckerarten. Traubenzucker oder die zuckersüße Banane sind ebenso ein Risikofaktor für die Zahngesundheit. Das allerdings ist oftmals gar nicht bekannt, da beispielsweise die Banane als Obst wahrgenommen wird und damit unterbewusst automatisch als gesund eingestuft wird. Tatsächlich ist aber auch nach dem Verzehr einer Banane eine Zahnreinigung angesagt, um die Entwicklung schädlicher Säure zu verhindern.

Bakterien haben Lust auf Zucker

Erstaunlicherweise ist die Menge des Zuckers nicht entscheidend, sondern die Art der Zuckeraufnahme. Ebenso spielt es eine Rolle, wie lange der Zucker für die Bakterien als Zahnbelag vorhanden ist und wieviel Zeit den Bakterien bleibt, ihre Säure zu produzieren. Wird Zucker konstant über den Tag verteilt angeboten, ist der Speichel nicht mehr in der Lage, seine natürliche Reinigungsfunktion umzusetzen. Das ist zum Beispiel beim ständigen Konsum zuckerhaltiger Getränke, Kaugummis oder Bonbons der Fall.

Wenn der Speichel als Reiniger wegfällt, ist eine manuelle Reinigung der Zähne und des Mundraums unerlässlich. Wird der Zahnschmelz nicht mehr genügend durch den Speichel mineralisiert, werden nur wenige Calciumphosphate in den Zahnschmelz eingelagert. Das macht ihn weich und porös, die nächste Kariesläsion ist so nur noch eine Frage der Zeit. Nach dem Konsum von Zucker ist Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta unerlässlich, doch auch die Zunge sollte gepflegt werden.

Der klebrige Zucker und seine Rückstände setzen sich zwischen den Zähnen, auf der Schleimhaut und auf der Zunge ab. Nur mit einer umfassenden Zahnhygiene lassen sich die Moleküle beseitigen und die Bakterien werden an der Ausbreitung gehindert. Eine fluoridhaltige Zahnpasta ist besonders wichtig, da sie eine karieshemmende Eigenschaft besitzt. Der Zahnschutz wird erhöht und der Zahnschmelz wird widerstandsfähiger gegen Angriffe von Bakterien.

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