Bis 05.12. Freunde werben und 100€ sichern!

Wie finde ich den richtigen Zahnarzt?

Bei Neuanschaffungen investieren wir in der Regel viel Zeit, um ja den richtigen Fernseher, das leistungsfähigste Smartphone oder das beste Auto zu kaufen. Geht es um die Wahl von Ärzten und insbesondere Zahnärzten, geben sich viele Patienten mit den Optionen zufrieden, die am leichtesten zu erreichen sind.
Das ist ein großer Fehler, denn immerhin kommt uns kaum ein Arzt so nah wie der Zahnarzt. Die Suche nach dem richtigen Zahnarzt muss nicht aufwendig oder schwierig sein. Jedenfalls dann nicht, wenn Sie einige Begrifflichkeiten kennen und darüber Bescheid wissen, auf welche Punkte Sie achten müssen.

Welchen Zahnarzt soll ich nehmen?

Deutschlandweit gibt es laut den Angaben der Bundesärztekammer rund 55.000 niedergelassene Zahnärzte. Nun ist die Auswahl in Ihrer näheren Umgebung sicherlich nicht so immens groß. Dennoch herrscht dort sicherlich auch kein Mangel. Aber Zahnarzt ist nicht gleich Zahnarzt. Immerhin hat sich so mancher Doktor auf bestimmte Gebiete spezialisiert oder eignet sich durch seine besonderen Methoden besonders gut für Kinder oder Angstpatienten.
Hinzu kommen unterschiedlichste Titel und Bezeichnungen, die viele Patientinnen und Patienten nicht zuordnen können. Bevor wir uns den universellen Kriterien für einen guten Zahnarzt widmen, wollen wir einen Blick auf die verschiedenen Fachqualifikationen werfen. So können Sie bei Ihrer Suche gleich auf den ersten Blick mit der Einordnung beginnen.

Was steckt hinter den Qualifikationsbezeichnungen?

Qualifikationen und Zusatzqualifikationen gibt es im zahnärztlichen Bereich wie Sand am Meer. Leider können Patienten mit den Titeln der unterschiedlichsten Fachgesellschaften häufig nicht viel anfangen. Dementsprechend möchten wir es auch in unserem Artikel einfach halten. Viele Zahnärzte haben ein Spezialgebiet, das sie in der Regel auch im Namen tragen.
So etwa die Kieferorthopädie, die Oralchirurgie oder die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Darüber hinaus gibt es auch sogenannte Fachzahnärzte. Die Weiterbildung zum Fachzahnarzt ist die höchste Qualifikation, die ein spezialisierter Zahnarzt erreichen kann. Dazu muss der Mediziner nach Abschluss seines Studiums eine weitere drei- bis vierjährige Vollzeitausbildung absolvieren. Allerdings lassen sich nur wenige Zahnärzte als Fachzahnärzte ausbilden.
Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass Sie bei einem Fachzahnarzt eine echte Koryphäe seines Fachs gefunden haben. Ein solcher Zahnarzt ist immer dann eine gute Wahl, wenn eine komplizierte Behandlung durchgeführt werden soll. Für alltägliche Eingriffe muss es nicht gleich der absolute Experte sein.

Verschiedene Fachärzte für verschiedene Gegebenheiten

Welcher Zahnarzt für Sie der perfekte Anlaufpunkt ist, hängt von den zu behandelnden Problemen ab. Vor allem, wenn mehr als Zahnfüllungen und leichte Kariesbehandlungen gefragt sind, darf es auch ein fachlich spezialisierter Mediziner sein. Aber auch für Angstpatienten und Kinder gibt es Spezialisten:

  • Fachzahnarzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie:
    Der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg hat sowohl Zahnmedizin als auch Humanmedizin studiert. Als Experte ist er vor allem dann gefragt, wenn komplexe Eingriffe an Gesicht und Kiefer vorzunehmen sind. Typische Einsatzgebiete sind Formveränderungen von Zahn- und Kiefer, Fehlbildungen, Frakturen oder Tumoroperationen.
  • Fachzahnarzt für Oralchirurgie:
    Die Oralchirurgie ist ein Teilbereich der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Damit übernimmt der Oralchirurg ähnliche Aufgaben wie die Kollegen der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Der richtige Anlaufpunkt ist er bei notwendigen Eingriffen im Bereich des Zahnhalteapparates (Parodont) oder des Zahnfleischs (Gingiva). Auch bei Unfällen und dem Einbringen von Implantaten wird der Fachzahnarzt für Oralchirurgie gerne zur Hilfe gerufen.
  • Fachzahnarzt für Parodontologie:
    Der Fachzahnarzt für Parodontologie kümmert sich um die Behandlung von Erkrankungen des Zahnhalteapparats. Wer unter starker Parodontitis leidet, kann sich bevorzugt an den Fachzahnarzt für Parodontologie wenden.
  • Fachzahnarzt für Kieferorthopädie:
    Der Kieferorthopäde kommt immer dann ins Spiel, wenn Fehlstellungen von Kiefern und Zähnen zu behandeln sind. Neben der Erhebung von Befunden und der Diagnostik kümmert sich der Fachzahnarzt für Kieferorthopädie auch um die Therapieplanung, die Auswahl von Materialien und die letztliche Versorgung. Immer dann, wenn Probleme beim Kauen, Atmen oder Sprechen bestehen, ist der Kieferorthopäde die beste Adresse.
  • Zahnarzt für Angstpatienten:
    Viele Menschen nehmen schon beim Gedanken an den Zahnarztbesuch Reißaus. Darunter befinden sich auch etliche Patienten, die eine waschechte Phobie haben und ernsthafte Symptome entwickeln. Für solche Patienten sind auf Angstpatienten spezialisierte Zahnärzte eine gute Option. Sie gehen besonders sensibel auf den Patienten ein und bieten auf Wunsch auch Verfahrenstechniken wie Hypnose, Entspannungstechniken oder leichte Narkosen an.
  • Kinderzahnarzt:
    Grundsätzlich kann jeder Zahnarzt Kinder behandeln und tut dies auch. Gerade bei Kleinkindern kann es jedoch sinnvoll sein, auf einen Kinderzahnarzt zu setzen. Über die Homepage des Bundesverbands der Kinderzahnärzte finden Sie Kinder- und Jugendzahnärzte in Ihrer Nähe. Fachpraxen für Kinder- und Jugendzahnheilkunde sind schulungs- und ausstattungstechnisch auf die besonderen Bedürfnisse von Kleinkindern (meist bis sieben Jahren) ausgerichtet.

Das macht einen guten Zahnarzt aus

Im Leben geht es meist nicht um Spezialfälle. Wer etwa in eine neue Stadt zieht, muss schließlich nicht automatisch zum Fachzahnarzt für ein bestimmtes Leiden. Wer einen „Haus“-Zahnarzt finden möchte, sollte sich zunächst auf Empfehlungen stützen. Ideal ist eine persönliche Empfehlung durch einen Verwandten, Bekannten oder Freunde. Schon bei einem ersten Termin können Sie anhand einfacher Tipps überprüfen, ob dieser spezifische Zahnarzt zu Ihnen passt. Immerhin können Sie den Zahnarzt jederzeit wechseln.


Info: Vorsicht vor Online-Bewertungen

Persönliche Empfehlungen von Menschen, die Ihnen nahestehen, sind eine verlässliche Option. Vorsicht ist dagegen bei Online-Vergleichsportalen und Bewertungsportalen geboten. Die Anonymität des Internets macht die Bewertungen häufig nicht nachvollziehbar. Nicht selten sind allzu positive oder stark negative Bewertungen gefälscht. Hinzu kommt die Problematik, dass der durchschnittliche Patient keine Online-Bewertung hinterlässt. Meist tun dies nur extrem zufriedene oder extrem unzufriedene Patientinnen und Patienten. Verlassen Sie sich daher besser auf die Einschätzung Ihrer Familie und Ihrer Freunde.


Checkliste: Woran erkenne ich einen guten Zahnarzt?

  • Schon beim ersten Besuch werden Sie freundlich empfangen und erhalten eine grundlegende Anamnese. Während der Anamnese fragt der Zahnarzt über einen Anamnesebogen die Einnahme von Medikamenten sowie vorhandene Grunderkrankungen ab. Im Idealfall spricht Ihr Zahnarzt diese Umstände mit Ihnen durch, da diese die Behandlung beispielsweise durch medikamentös bedingte Wechselwirkungen beeinflussen.
  • Hochmoderne Technik ist nicht alles. Ein guter Zahnarzt zeichnet sich nicht nur durch eine gut ausgestattete Praxis aus, sondern strahlt bereits bei der ersten Begegnung ein hohes Maß an Kompetenz aus. Dazu zählt auch, dass dieser Ihre Fragen schon beim Ersttermin umfassend beantwortet und eine patientenfreundliche Sprache wählt.
  • Optimale Hygienebedingungen sollten für einen guten Zahnarzt selbstverständlich sein. Überprüfen können Sie dies schon im Wartezimmer. Überall herumstehende Becher und dicke Staubschichten auf Pflanzen und Mobiliar sind ein No-Go. Ebenfalls wichtig: Sowohl die Angestellten als auch die Zahnärzte selbst sollten stets Handschuhe und Mundschutz tragen. Sobald der Raum verlassen wird oder die Handschuhe mit etwas potenziell Schmutzigem in Berührung kommen, sollten die Schutzutensilien aus hygienischen Gründen gewechselt werden.
  • Ein guter Zahnarzt klärt Sie immer über die anfallenden Kosten auf. Viele Behandlungen sind nämlich zuzahlungspflichtig. Und genau das sollten Sie auch vorher wissen und mit Ihrem Zahnarzt durchsprechen. Gibt es eine kostenfreie Alternative, sollte Sie ein guter Zahnarzt ebenfalls darüber aufklären. Tipp: Mit einer Zahnzusatzversicherung reduziert sich die Zuzahlung selbst bei aufwendigen Behandlungen häufig auf 0 Euro!
  • Ein guter Zahnarzt hetzt selbst im größten Stress nicht von Behandlungszimmer zu Behandlungszimmer, sondern nimmt sich immer ausreichend Zeit für Sie. Gleichzeitig ist er bei der Behandlung sowie bei Nachfragen geduldig und einfühlsam. Auch das Aufklären zum Befund und zu alternativen Therapiemöglichkeiten gehört zum Gesamtpaket.
  • Um ein optimales Behandlungsergebnis zu gewährleisten, ist eine umfassende Nachkontrolle Pflicht. Ein guter Zahnarzt ist daher auch nach der Behandlung weiterhin für Sie da. Sollten Sie mit dem Ergebnis einer Behandlung einmal nicht zufrieden sein, wird Sie ein guter Zahnarzt kostenfrei nachbehandeln oder eine alternative Lösung finden.
  • Vorsorge ist besser als Nachsorge. Dieses Motto sollte das Leitmotiv Ihres Zahnarztes sein. Dementsprechend sollte ein Zahnmediziner Sie frühzeitig über Zahnmängel und Defekte aufklären und diese so schnell wie möglich beseitigen, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Auch eine professionelle Zahnreinigung sollte zum Angebotsportfolio gehören. Und das Beste: Über die leistungsstarke Zahnzusatzversicherung von MAXCARE erhalten Sie einen jährlichen Zuschuss in Höhe von bis zu 200 Euro für zahnprophylaktische Maßnahmen.