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Was sind Aphthen und was hilft dagegen?

Die Mundschleimhaut und das Zahnfleisch sind besonders empfindlich. Daher zeigen sich an diesen Stellen häufiger kleinere Verletzungen oder Bläschen. Auch Aphthen gehören zu den verbreiteten Veränderungen der Mundschleimhaut, die manchmal sogar ohne offensichtlichen Grund auftreten und zurückkehren. In diesem Artikel erfahren Sie, was Aphthen sind, wo die Ursachen liegen und was sie dagegen unternehmen können.

Definition: Was sind Aphthen?

Die Aphthen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern im Bereich der Mundschleimhaut. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „kleiner Schwamm“. Dabei handelt es sich um kleine Geschwüre der Mundschleimhäute. Diese können abhängig von ihrer Art einen Durchmesser von bis zu 30 Millimetern haben. Meist haben sie eine runde bis ovale Form und ein gelblich bis weißliches Erscheinungsbild.

Auch wenn die Aphthen meist direkt auf der Mundschleimhaut auftreten, können sie sich auch in anderen Bereichen zeigen. So etwa im Gaumen, an der Innenseite der Lippe, am Zahnfleisch sowie an der Zungenspitze. In der Regel sind Aphthen harmlos und machen sich häufig nur durch ein unangenehmes Mundgefühl bemerkbar. Speziell an der stark innervierten Zungenspitze sind sie häufiger schmerzhaft.

Welche Formen von Aphthen gibt es?

Aphthen können einzeln oder wiederkehrend auftreten. Zeigen sich die Schwämmchen häufiger über mehrere Jahre hinweg, sprechen Mediziner von habituellen Aphthen. Insbesondere Frauen sind häufig von dieser wiederkehrenden Form betroffen. Demgegenüber stehen einzeln auftretende Aphthen, die meist nicht wiederkehren (solitäre Aphthen). Die Aphthen selbst lassen sich in drei Typen untergliedern:

  1. Mikulicz-Aphthen: Diese Aphthen sind etwa so groß wie Linsen und treten in rund 90 Prozent aller Fälle auf. Sie betreffen lediglich die Oberfläche der Schleimhäute, weshalb sie ohne Narbenbildung in ein bis zwei Wochen vollständig ausheilen.
  2. Sutton-Aphthen: Sutton-Aphthen sind mit einem Durchmesser von drei Zentimetern deutlich größer als die Mikulicz-Aphthen. Gleichzeitig dringen sie tiefer in die Schleimhäute ein, was die Heilungszeit deutlich verlängert. Oftmals bleiben nach dem Abheilen Narben zurück.
  3. Stomatitis herpetiformis: Diese spezielle Form der Aphthen ist besonders selten. Vom Erscheinungsbild her ähneln die Aphthen klassischen Herpesbläschen. Die nur wenige Millimeter großen Schwämmchen zeigen sich meist an der Innenseite der Lippen sowie am Zungenrand. Auch wenn diese Aphthen Herpesbläschen ähneln, ist das Virus nicht deren Auslöser.

Mögliche Ursachen für Aphthen

Aphthen sind ein häufiges Krankheitsbild. Dennoch ist ihre Entstehung noch nicht restlos geklärt. Speziell bei der Entstehung der chronischen Variante ist die wissenschaftliche Erkenntnislage vergleichsweise unklar. Man vermutet jedoch, dass Aphthen auf Immunreaktionen des Organismus zurückzuführen sein könnten. Darüber hinaus stehen folgende mögliche Ursachen im Raum, die die Entstehung von Aphthen begünstigen können:

  • Einnahme bestimmter Arzneimittel (zum Beispiel entzündungshemmende Medikamente wie NSAR)
  • Mangelnde Zahn- und Mundhygiene
  • Angeschlagenes Immunsystem
  • Stress durch körperliche oder psychische Belastung
  • Mangel an Mikronährstoffen wie Zink, Eisen, Folsäure oder Vitamin B12
  • Körperliche Reaktion auf Zitrusfrüchte, Nüsse oder Alkohol
  • Schwankungen im Hormonhaushalt (zum Beispiel im Menstruationszyklus)
  • Kleinere Verletzungen im Mundraum (zum Beispiel durch Zahnbürste, Bissverletzungen etc.)
  • Genetische Vorbelastung bei familiärer Häufung
  • Darmerkrankungen (zum Beispiel Colitis ulcerosa, Zöliakie, Morbus Crohn)
  • Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie)
  • Hauterkrankungen, wie beispielsweise das seltene Sweet Syndrom
  • Morbus Behçet
  • Infektion mit HIV

Symptome: So erkennen Sie Aphthen

Unabhängig davon, wo die Aphthen auftreten, zeigen sie sich anhand ihrer runden bis ovalen Form und unangenehmen Missempfindungen. Meist treten Missempfindungen wie Kribbeln, Spannungsgefühle oder Brennen schon auf, bevor die Aphthen selbst sichtbar sind. Innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Stunden röten sich die Aphthen und bilden einen weißen bis gelblichen Belag aus.

Mit zunehmender Größe platzen die Stellen auf und bilden eine entzündliche Wunde, die mehr oder weniger schmerzhaft ist. Um welche Form der Aphthen es sich handelt, können Sie anhand der folgenden Aufteilung unterscheiden:

ArtGrößeAnzahl (gleichzeitig)Besonderheiten
Mikulicz-Aphthen2 bis 10 mm1 bis 4Keine
Sutton-Aphthen10 bis 30 mm1 bis 2Häufig Narbenbildung, schmerzhaft, tiefe Gewebeschädigung
Stomatitis herpetiformis1 bis 2 mm50 bis über 100Meist an Zungenrand und Lippeninnenseite

Wie werden Aphthen behandelt?

Die meisten Aphthen heilen von ganz allein innerhalb von wenigen Tagen aus. Häufig hilft es bereits, auf Nahrungsmittel zu verzichten, die besonders hart, stark gewürzt, scharf oder sauer sind. Erst wenn die Aphten nach einiger Zeit nicht verschwinden oder es sich um Sutton-Aphthen bzw. Stomatitis herpetiformis handelt, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen.

Dieser kann Ihnen bestimmte Mundspülungen, Pastillen oder Gels mit betäubenden Wirkstoffen wie Benzocain, Polidocanol oder Lidocain verschreiben. Eine vollständige Heilung ist speziell bei der chronischen Form bisher nicht möglich, da die Ursachen noch nicht geklärt sind. In einigen schweren Fällen kommt auch eine systemische Therapie infrage. Hier kommen Medikamente mit Wirkstoffen wie Glukokortikoiden, Dapson oder Colchicin zum Einsatz.

Was Sie selbst gegen Aphthen unternehmen können

Eine wirkungsvolle Prophylaxe, die unter Garantie wirkt, gibt es leider nicht. Wenn bei Ihnen eine Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln bekannt ist, können Sie diese jedoch meiden. Abgesehen davon haben sich einige Hausmittel als wirkungsvoll gegen unangenehme Aphthen erwiesen. Während einige die Empfindlichkeit der Schleimhäute verringern oder Schmerzen lindern, wirken andere Hausmittel entzündungshemmend:

  • Eiswürfel: Eiswürfel sind der Klassiker unter den Hausmitteln gegen Probleme im Mundraum. Die Kälte der im Mund langsam schmelzenden Eiswürfel wirkt betäubend und nimmt so den Schmerz und die Reizung.
  • Honig: Schon seit der Antike wird Honig als entzündungshemmendes und antiseptisches Heilmittel eingesetzt. Tragen Sie einen Teelöffel Honig auf die betroffene Stelle auf und lassen Sie ihn gut 20 Minuten einwirken. Wiederholen Sie den Vorgang dreimal täglich.
  • Backpulver: Die Verwendung von Backpulver zielt in erster Linie darauf ab, den pH-Wert im Mund wieder zu neutralisieren. Mischen Sie dazu etwas Wasser mit einem Teelöffel Backpulver zu einer Paste an und tragen Sie diese auf die Aphthen auf. Alternativ können Sie den Mund auch mehrmals täglich mit einer dünnen Backpulver-Mundlösung spülen.
  • Salbei: Frische Salbeiblätter sollen dabei helfen, die Aphthen auszutrocknen. Kochen Sie dazu einen Sud aus drei bis vier Teelöffeln Salbeiblättern in 600 Millilitern Wasser. Sieben Sie anschließend die Blätter heraus und lassen Sie den Sud abkühlen. Nutzen Sie die Lösung, um den Mund drei- bis viermal täglich zu spülen.
  • Aloe Vera: Die Aloe Vera-Pflanze ist seit Jahrhunderten für ihre heilende Wirkung bekannt. Pressen Sie dazu den Pflanzensaft aus dem fleischigen Teil der Pflanze. Bringen Sie den gewonnenen Saft auf den betroffenen Stellen auf und lassen Sie ihn 20 bis 30 Minuten einwirken. Alternativ bekommen Sie fertigen Aloe Vera-Saft auch in jeder gut sortierten Drogerie.
  • Teebaumöl: Teebaumöl wirkt antiseptisch und trägt damit zur Bekämpfung von Bakterien bei. Das Öl beruhigt die Mundschleimhaut und kann sogar der Entstehung weiterer Aphthen vorbeugen. Stellen Sie eine Mundspülung her, indem Sie ein sechs bis sieben Tropfen Teebaumöl in ein Glas Wasser geben. Spülen Sie Ihren Mund damit zwei- bis dreimal pro Tag.
  • Teebeutel: Ein weiteres beliebtes Hausmittel sind feuchte Teebeutel. Hierbei eignen sich vor allem Schwarz- und Grüntee, da diese schmerzlindernde und entzündungshemmende Gerbsäuren enthalten. Legen Sie dazu einen aufgekochten und zuvor leicht ausgedrückten Teebeutel für eine Viertelstunde in den Kühlschrank. Nehmen Sie den Teebeutel danach heraus und legen Sie ihn auf die betroffene Stelle. Lassen Sie ihn für 20 Minuten einwirken.