Negative Auswirkungen kranker Zähne auf den Körper

Die Zahngesundheit spielt eine sehr wichtige Rolle für den gesundheitlichen Gesamtzustand, doch kaum jemand bringt diesen mit einer mangelnden Zahngesundheit in Verbindung. Hier erkennen die wenigstens Zusammenhänge, sodass man selten die Ursachen der Zahnerkrankungen hinterfragt oder auch nicht darüber nachdenkt, was sie schlimmstenfalls für Schäden anrichten. Kranke Zähne oder eine Zahnfleischentzündung können den gesamten Körper negativ beeinflussen. Es ist daher wichtig, Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis rasch zu behandeln.

Geschieht dies über einen längeren Zeitraum nicht, besteht die Gefahr, dass sich die Bakterien ausbreiten. Insbesondere Entzündungen, abgestorbene Nerven oder Fremdkörper an den Zähnen lösen unter Umständen Krankheiten im Körper aus. Wurzelgefüllte oder tote Zähne stellen Entzündungsherde dar, die im chronischen Zustand kontinuierlich Bakterien und Gifte in die Blutbahn streuen. Hier können sie auch weit entfernten Körperregionen Schaden zufügen. Ein abgestorbener Zahn macht zudem den Körper über keinen Warnschmerz auf die gesundheitliche Störung aufmerksam, wie es beispielsweise bei anderen Zahnproblemen wie Karies der Fall ist.

Warum können kranke Zähne den Körper krank machen?

Alle Zähne sind über die Nerven und Blutgefäße mit dem Körper verbunden, sodass es für Bakterien und deren Gifte, beispielsweise aus entzündeten Zahnwurzeln, einfach ist, in den Körper zu gelangen. Die Schneidezähne verursachen zum Beispiel gern einmal Erkrankungen im Bereich der Niere, Schilddrüse und Blase. Die Eckzähne stehen in sehr enger Beziehung zur Leber, Galle und zu den Augen. Die Backenzähne haben Einfluss auf den Magen und Darm. Ein kranker Zahn ist somit in der Lage, den gesamten Körper zu schwächen.

Hier einige mögliche Szenarien:

1. Entzündete vitale Zähne oder eine Kieferknochenentzündung sind häufig der Grund, wenn man sich andauernd schlapp und schwach fühlt.

2. Wurzelspitzen, die vereitert sind, lösen schlimmstenfalls eine akute Herzerkrankung aus. Auch erhöht eine Parodontitis das Risiko einer Frühgeburt. Doch wer denkt bei solchen Erkrankungen oder Vorkommnissen an die Zähne? Wahrscheinlich die wenigsten.

3. Amalgam-Füllungen sind aufgrund der Freisetzung des Quecksilbers teilweise ein Mitverursacher oder Auslöser für Erkrankungen. Das toxische Schwermetall wurde bereits im Fötus nachgewiesen.

4. Ein gestörtes Kiefergelenk begünstigt Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen. Auch Ohrgeräusche sind möglich. Eine schlecht sitzende Prothese, ungünstig verankerte Kronen oder Zahnbrücken bzw. zu hoch stehende Zahnfüllungen lösen gerne einmal Rückenschmerzen aus. Die Kiefermuskulatur versucht, durch ein starkes Anziehen diese Fehlstellung auszugleichen. In der Folge wird auf andere Zähne mehr Druck ausgeübt, wodurch diese sich schlimmstenfalls lockern und der mangelnde Kontakt auf die Wirbelsäule übertragen wird. Die möglichen Folgen: Kopfschmerzen, Verspannungen und Rückenprobleme. Fehlstellungen des Kiefers verursachen also Schmerzen im gesamten Körper und begünstigen Fehlhaltungen.

5. Füllmaterialien wurzelbehandelter Zähne können ebenso problematisch sein, wenn es zu allergischen Reaktionen kommt. Zu den gravierenden möglichen Folgen eines devitalen Zahns gehören Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, entzündliche Krankheiten wie Rheuma, Migräne und Allergien.

6. Bei toten Zähnen besteht die Gefahr, dass sie schwerwiegende Krankheiten auslösen. Die Bakterien wandern schlimmstenfalls Richtung Herz oder Gehirn. Die Erkrankungen, die aufgrund toter Zähne möglicherweise auftreten, reichen bis hin zu Bandscheibenvorfällen, Nierenbeschwerden, Prostataproblemen, Beschwerden im Rücken oder in den Gelenken sowie Herzschmerzen.

7. Zahnwurzelentzündungen können die Psyche beeinflussen, sodass manche Betroffene depressiv werden.

8. Entzündungen am Zahnhalteapparat (Parodontitis) gelten als Auslöser für schwerwiegende, körperliche Beschwerden. Die Infektionsherde schädigen über Nervenbahnen und Blutgefäße schlimmstenfalls den gesamten Körper. Er reagiert darauf, indem er Entzündungsstoffe ausschüttet. Bei einer chronischen Parodontitis gelangen die Bakterien, ähnlich wie bei Karies, in den Blutkreislauf. Bleibt die Entzündung unbehandelt, wird sie verschleppt.

Die Erreger können verschiedene Erkrankungen wie Lungen- und Gelenkentzündungen auslösen. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen ist ebenso erhöht, beispielsweise für die koronare Herzkrankheit, Entzündungen der Herzinnenhaut, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Der Grund ist, dass die ständig im Körper kursierenden Entzündungsstoffe dafür sorgen, dass die Gefäßwände verhärten. Es heißt, dass das Risiko für einen Herzinfarkt bei einer vorliegenden Parodontitis um das Doppelte ansteigt. Erreger einer verschleppten Parodontitis begünstigen zudem Lungenentzündungen.

9. Die Zahnbetterkrankung ist bei Schwangeren ein großes Risiko. Die Gefahr für eine Frühgeburt erhöht sich um das 7,5-fache. Die Bakterien gelangen über die Blutbahn zum Mutterkuchen des Fötus und hemmen das Wachstum des Kindes. Auch eine Verkrampfung der Gebärmutter ist möglich. In der Schwangerschaft tritt durch hohe Belastungen oftmals Zahnfleischbluten auf, sodass das Risiko einer Parodontitis ansteigt. Vorsorge ist somit sehr wichtig.

Zahnerkrankungen mehr als ein ästhetisches Problem

Zahnerkrankungen stellen also viel mehr als nur ein ästhetisches Problem oder Schmerzen dar. Um die körperlichen Beschwerden langfristig zu beseitigen, ist es daher wichtig, die Ursache zu ermitteln, statt nur die Symptome zu behandeln.

Jeder Zahn steht dabei für ein bestimmtes Organ. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer eins, nahezu jeder zweite Todesfall geht darauf zurück. Die Parodontitis gilt hierfür als ernstzunehmender Risikofaktor. Die ständig im Körper kursierenden Entzündungsstoffe bewirken, dass sich die Gefäßwände verhärten. Neue klinische Studien bringen die Parodontitis auch mit weiteren chronischen Erkrankungen wie Diabetes in Verbindung. Eine nicht behandelte Parodontitis verläuft bei schlecht eingestellten Diabetikern daher oftmals ungünstiger.

Wie entstehen Zahnerkrankungen?

Im Mundraum sind zahlreiche Bakterien angesiedelt, die die Zunge und Zähne befallen und sich bei mangelnder Mundhygiene rasant vermehren. Die Folge: Beläge auf den Zähnen und der Zunge. Das Tückische dabei ist, dass die Bakterien eine Säure bilden, die den Zahnschmelz zerfrisst. Die Ablagerungen erzeugen Zahnstein, Zahnfäule, Zahnfleischentzündungen und Entzündungen des Zahnhalteapparates. Schlimmstenfalls kommt es neben den Zahnerkrankungen zum Absterben der Zähne. Alle toten Zähne sind ständig mit Bakterien infiziert. Das Zahninnere wird nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, sodass ein sauerstofffreies Milieu entsteht. Die krankmachenden Bakterien bilden sehr hohe Mengen an Giftstoffen, die für den Körper eine große Belastung darstellen.

Gesunde Zähne sind also eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Körper. Zur Erhaltung der Zahngesundheit spielt die Zahnpflege eine entscheidende Rolle. Durch richtige Zahnhygiene ist es möglich, Krankheiten vorzubeugen. Daneben sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt unverzichtbar, um schwerwiegende Zahnerkrankungen zu verhindern.

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