Die richtige Zahnpflege während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft kann es durch die Hormonumstellung und der daraus resultierenden Veränderungen der Mundschleimhaut und Zusammensetzung des Speichels in den ersten Monaten häufig zu Zahnfleischbluten kommen. Die Mundpartie reagiert bereits auf kleinste Berührungen sehr empfindlich. Zudem kann sich das Zahnfleisch entzünden. Dies alles bedeutet jedoch nicht, dass die Zähne nun wegen einer Angst vor stärkeren Blutungen weniger geputzt werden sollten. Ganz im Gegenteil: Dies würde die Entzündung nur verstärken. Daher ist Zähneputzen weiterhin sehr wichtig. Dabei sollte jedoch nicht zu fest aufgedrückt werden, denn dies begünstigt ein Zahnfleischbluten. In der Schwangerschaft wird beim Zähneputzen oft ein Brechreiz ausgelöst. Dies kann durch die Verwendung einer Zahnbürste mit kleinem Kopf gemindert werden, da der Mund nicht so weit geöffnet werden muss. Eine milde Zahnpasta ist bei einer Übelkeit ebenso angenehmer.

Zahnpasta mit Fluorid und weiche Zahnbürste

Die tägliche Reinigung und Pflege der Oberflächen und Zwischenräume der Zähne mit einer Zahnpasta mit hohem Fluorgehalt ist während der Schwangerschaft sehr wichtig. Der pH-Wert des Speichels verändert sich während der Schwangerschaft – er wird etwas saurer, sodass die Zähne nun einen Extraschutz benötigen. Die fluoridhaltige Zahnpasta bietet diesen. Einmal wöchentlich kann auch ein fluoridhaltiges Gel in das Zahnfleisch einmassiert werden, um den Zahnschmelz zu härten und die Zähne vor Säureangriffen zu schützen. Die Zahnbürste sollte über weichere Borsten verfügen, um das empfindliche Zahnfleisch nicht noch mehr zu reizen oder zu verletzen. Das Zähneputzen wird mit der Reinigung der Zwischenräume abgeschlossen. Hierfür sind Zahnseide oder Interdentalbürsten ideal. Blutende Stellen oder allgemein das Zahnfleisch können sanft massiert werden.

Worauf sollten werdende Mütter sonst noch achten?

Die gründliche Reinigung und Pflege der Zähne ist während der Schwangerschaft umso wichtiger, um Karies und Parodontose (Zahnbettentzündung) zu verhindern. In der Schwangerschaft besteht zwar kein spezielles Kariesrisiko, doch vorhandene Kariesschäden können sich verstärken. Das Zahnfleisch reagiert nun zudem empfindlicher auf bakterielle, kariesverursachende Zahnbeläge. Daher ist regelmäßiges Zähneputzen sehr wichtig. Die Bakterien, die Karies verursachen, können auf das Neugeborene übertragen werden, weshalb Karies bei schwangeren Müttern behandelt werden sollte. Falls eine Entzündung auftritt, sollte diese ebenso therapiert werden, da sie sich sonst auf das Zahnbett ausbreiten könnte. Ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel können auch Wucherungen am Zahnfleisch entstehen. Hier ist wieder eine gute Zahnpflege wichtig. Doch keine Angst, sie sind gutartig und verschwinden in der Regel nach der Schwangerschaft von allein bzw. können vom Zahnarzt gut behandelt werden.

Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen - nicht direkt die Zähne putzen!

Ein Großteil der schwangeren Frauen leidet im ersten Trimester unter einer Übelkeit, die mit einem häufigen Erbrechen einhergeht. Dies kann die Zähne schädigen. Die Ursache liegt in der Magensäure, die als Gefahr gilt. Sie kann mit dem erbrochenen Mageninhalt in den Mundraum gelangen. Die Säure greift den Zahnschmelz an und erhöht damit das Kariesrisiko. Wenn der Zahnschmelz durch die Säure angegriffen ist, sollten die Zähne jedoch nicht sofortig geputzt werden, denn der angegriffene Schmelz wird dadurch abgetragen. Nach dem Erbrechen sollte mindestens eine halbe Stunde gewartet werden, bevor die Zähne geputzt werden. Der Mund kann zunächst einmal mit klarem Wasser ausgespült werden, um den unangenehmen Geschmack zu beseitigen und die Säure zu neutralisieren. Fluoridhaltiges Mundwasser kann ebenso verwendet werden. Es härtet den Zahnschmelz, sodass er widerstandsfähiger gegen Säure wird. Auch Zahnpflegekaugummis können in der Zwischenzeit helfen, die Säuren zu neutralisieren.

Wie sieht die optimale Ernährung zum Schutz der Zähne in der Schwangerschaft aus?

Kalziumreiche Nahrungsmittel wie Käse oder Milch unterstützen die Remineralisierung der Zähne. Auch das Baby benötigt ab dem fünften Monat im Mutterleib genügend Kalzium für eine optimale Entwicklung der Knochen und Zähne. Es holt sich diesen wichtigen Mineralstoff und alles, was es sonst noch benötigt, aus dem Blut der schwangeren Mutter. Der Tagesbedarf beträgt während der Schwangerschaft rund 1.200 Milligramm. Ein Mangel an den Vitaminen A und C kann die Schutzbarriere der Schleimhäute schwächen. Die Neigung zum entzündeten Zahnfleisch wird dadurch verstärkt. Daher sollte auf diese Vitamine vermehrt geachtet werden. Magnesium- und Folsäurepräparate können dabei helfen, eine Auflockerung des Gewebes zu verhindern oder einzudämmen.

Eine regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt ist wichtig, da Zahnfleischentzündungen mit einem erhöhten Risiko einer Frühgeburt einhergehen können. Kontrolluntersuchungen sind vor allem zu Beginn der Schwangerschaft sowie im vierten Monat empfehlenswert. Viele Probleme verschwinden wahrscheinlich nach der Geburt. Doch es ist wichtig, mit dem Zahnarzt in Kontakt zu bleiben, damit er langfristige Probleme erkennen kann, die später eventuell zu Problemen führen könnten. Stellt der Zahnarzt beispielsweise eine Zahnfleischentzündung fest, kann er die Erkrankung durch eine Säuberung der Zahnfleischtaschen behandeln. Zudem empfiehlt es sich, zwei Mal während der Schwangerschaft beim Zahnarzt eine professionelle Reinigung durchführen zu lassen.

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