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Munddusche

Sinnvoll oder bloße Zeit- und Geldverschwendung?

Eine korrekte, regelmäßige und vor allem richtige Zahnreinigung ist das A und O, um die Zähne lange strahlend und gesund zu halten. Häufig wird aus der optimalen Zahnreinigung jedoch ein großer Mythos gestrickt.

Nicht ganz ohne Hintergedanken. Immerhin möchten Zahnreinigungsartikel-Hersteller diverse Produkte angefangen von der Spezialzahnbürste bis hin zur Zahnseide an den Mann bzw. die Frau bringen. Aber wie steht es eigentlich um die Munddusche? Welche Vorteile hat sie? Und wann macht der Einsatz überhaupt Sinn? Wir haben die wichtigsten Antworten auf die brennendsten Fragen.

Bild: Adobe Stock, Alena Ozerova

07.01.2021

Was ist eine Munddusche und wie funktioniert sie?

Anders als bei der Nasendusche ist der Begriff Munddusche etwas irreführend. Hierbei handelt es sich nämlich keineswegs um ein Gerät zum Ausspülen des Mundraums. Vielmehr ist die Munddusche eine Apparatur, die Sie bei der täglichen Zahnpflege ähnlich wie Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume einsetzen können.

Herzstück der Munddusche ist eine Wasserpumpe, mit deren Hilfe ein kräftiger Wasserstrahl gebündelt wird. Mit diesem Wasserstrahl entfernen Sie im Rahmen der täglichen Zahnpflege zielgerichtet Plaque und Essensreste aus schwer zugänglichen Bereichen. Gerade für die Reinigung von Implantaten oder die Bereiche unter Brücken sind Mundduschen ideal geeignet.

Munddusche ist nicht gleich Munddusche

Ebenso wie es nicht „die“ Zahnbürste gibt, existiert auch nicht „die“ Munddusche. Grundsätzlich gibt es elektrische und mechanische Modelle. Diese unterscheiden sich sowohl anhand des Preises als auch durch die Form, wie der Wasserstrahl gebündelt wird. Rein funktionell bieten mechanische und elektrische Mundduschen aber das Gleiche. Wesentlich wichtiger ist der Unterschied zwischen mobilen und stationären Mundduschen:

  • Stationäre Munddusche: Bei einer stationären Munddusche, wie sie unter anderem von Waterpink und Braun erhältlich ist, wird stationär im Badezimmer verwendet. Dazu verfügt sie über einen großen Wassertank und einen festen Netzanschluss für den benötigten Strom. Damit müssen Sie sich bei der Verwendung weder um zu wenig Strom, noch um einen leeren Wassertank Gedanken machen.

 

Die abnehmbaren Handstücke haben die Abmessungen einer handelsüblichen Handzahnbürste. Das macht die stationären Varianten im Handling deutlich angenehmer als transportable Mundduschen. Je nach Anwendung kann der befestigte Schlauch aber auch einschränkend sein.

Sonderform für den Wasserhahn

Neben den typischen Modellen für den stationären Betrieb hält der Markt auch Mundduschen für den Wasserhahn bereit. Diese schließen Sie einfach über den mitgelieferten Schlauch an den Wasserhahn an.

Der Vorteil: Diese Modelle sind günstiger und verursachen keine Probleme mit Bakterien im Wassertank. Im Gegenzug ist die direkte Nähe zu einem Wasserhahn notwendig. Einmal ganz davon abgesehen, dass auch der Schlauchadapter mit dem Wasserhahn kompatibel sein muss.

 

  • Mobile Munddusche: Der große Unterschied zu stationären Modellen ist die Kompaktheit. Trotz der geringen Größe enthält die mobile Munddusche neben der Pumpeinheit auch einen Wassertank und einen Akku. Damit ist das Gerät auch außerhalb des Badezimmers voll funktional einsetzbar. Die ideale Lösung also für Reisen. Durch den gefüllten Wassertank liegen mobile Mundduschen (zum Beispiel von Philips, Panasonic) deutlich schwerer in der Hand.

 

Zudem muss der Tank häufig nachgefüllt werden, da dessen Kapazität beschränkt ist. In der Regel hält eine Füllung für nur einen Spüldurchgang. Etwas länger hält der Akku. Nichtsdestotrotz ist der Akkuladestand einer der großen Schwachpunkte – was nützt schon eine elektrische Munddusche mit leerem Akku?

Vor- und Nachteile von Mundduschen

Die Munddusche – das klingt wie die Lösung, welche die Zahnpflege ebenso erleichtert wie die elektrische Zahnbürste. Aber wie alles im Leben hat auch die Munddusche sowohl Vorteile als auch Nachteile. Beide Seiten sollten Sie vor dem Kauf einer Munddusche unbedingt abwägen. Häufig ist sogar die gute alte Zahnseide die bessere Option. Also, was spricht für die Munddusche, was dagegen?

Vorteile der Munddusche

  • Schonende Beseitigung von Speiseresten und Plaque aus den Zahnzwischenräumen.
  • Zuverlässige Reinigung von Implantaten, Zahnspangen und Brücken.
  • Geringeres Risiko von Verletzungen des Zahnfleisches und Zahnfleischbluten durch manuelle Methoden.
  • Möglichkeit, auch Mandelsteine (Tonsiliensteine) schonend zu beseitigen.
  • Ergänzung zur Zahnpflege, um Karies, Plaque und Parodontose vorzubeugen.
  • Ideale Alternative zu Interdental-Sticks und Zahnseide – speziell für ältere und bewegungseingeschränkte Menschen.
  • Kürzere Anwendungsdauer im Vergleich zu Zahnseide.
  • Mit Hilfe hochwertiger Mundduschen lässt sich der Wasserstrahl auch für eine durchblutungsfördernde Massage des Zahnfleischs verwenden.

 

Nachteile der Munddusche

  • Der Einsatz der Munddusche ist kein Ersatz für das tägliche Zähneputzen.
  • Mundduschen arbeiten zum Teil mit hohem Druck. Wer hier unvorsichtig ist oder die falschen Einstellungen vornimmt, riskiert Verletzungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut.
  • Bei einigen Mundraumerkrankungen (zum Beispiel bei Zahnfleischentzündungen) dürfen Mundduschen nicht verwendet werden, da Erreger noch tiefer ins Gewebe gedrückt werden könnten.
  • Einige Produkte (insbesondere aus dem niedrigen Preissegment) erzeugen zu wenig Druck und damit eine suboptimale Reinigungsleistung

Munddusche oder Zahnseide – Was ist besser?

Die Unterschiede zwischen Zahnseide und der Munddusche sind offensichtlich. Die Munddusche arbeitet mit einem konzentrierten Wasserstrahl. Die Zahnseide dagegen besteht aus einem hauchdünnen Faden aus Teflon oder Nylon. Die Gegenüberstellung der beiden Zahnpflegeprodukte ist daher wie ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Was nun besser ist, lässt sich daher rein objektiv kaum fassen. Vielmehr hängt es von Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Für viele Menschen ist eine Munddusche deutlich angenehmer zu handhaben als die filigrane Zahnseide. Im Gegenzug kostet Zahnseide auf ein Jahr gerechnet so gut wie nichts. Immerhin kommen bei einer Munddusche neben den Anschaffungskosten weitere Kosten für Strom und Wasser hinzu. Einmal ganz vom Aufwand für die Reinigung des Geräts abgesehen. In Sachen Komfort punktet jedoch die Munddusche.

Wann eine Munddusche sinnvoll ist

Zahnseide und Munddusche liefern sich in vielen Fällen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das in der Regel durch den persönlichen Geschmack entschieden wird. Es gibt jedoch einige Anwendungsfälle, in denen die die Munddusche die bessere Alternative zur Zahnseide ist:

  1. Besonders geeignet ist eine Munddusche für motorisch eingeschränkte oder etwas ungeschickte Menschen. Auch für Personen, die unter Arthrose leiden und daher in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, ist eine Munddusche besser geeignet, zumal sie die Verletzungsgefahr für das Zahnfleisch reduziert.
  2. Auch empfindliches Zahnfleisch ist eine Kontraindikation für die Anwendung von herkömmlicher Zahnseide. Häufig ist sogar schonende Flauschzahnseide keine Option. Hier hilft die Munddusche Ihnen dabei, schmerzhafte Entzündungen und Blutungen zu vermeiden und dabei eine optimale Zahnhygiene zu erreichen.
  3. Eine Zahnspange ist ein wie geschaffener Angriffspunkt für Plaque und Bakterien. Eine Munddusche ist der Zahnseide durch die vielen kleinen Winkel, in denen sich Speisereste und Beläge festsetzen können, deutlich überlegen.
  4. Wenn Sie zu Mandelsteinen neigen, ist eine Munddusche weniger eine Konkurrenz, sondern vielmehr eine praktische Ergänzung zur Zahnseide.

 

Tipp: Munddusche als Ergänzung zur professionellen Zahnreinigung

So gesehen funktioniert die Munddusche ähnlich wie eine professionelle Zahnreinigung. Als Zahnreinigung „light“ eignet sie sich durchaus. Auf die jährliche professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt sollten Sie dennoch nicht verzichten.

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So nutzen Sie Ihre Munddusche richtig

Beachten Sie bitte, dass die Munddusche das tägliche Zähneputzen nicht ersetzen kann und soll. Dennoch können Sie das Gerät jeweils morgens und abends nach dem Zähneputzen verwenden. Beginnen Sie am besten mit einem niedrigen Druck, um Ihr Zahnfleisch an den Wasserstrahl zu gewöhnen und das Gefühl kennenzulernen.

Auch Verletzungen können Sie so beim Erlernen der Handhabung ausschließen. Achten Sie bei der Verwendung darauf, dass Sie den Wasserstrahl vom Zahnfleisch weg in Richtung der Zahnkrone richten. So können Sie Beläge effektiv entfernen, ohne das Zahnfleisch zu stark zu beanspruchen.

Anschließend können Sie den Druck etwas herunterregulieren, um auch die Ablagerungen an den Zahnfleischtaschen zuverlässig zu entfernen. Die meisten Mundduschen verfügen über eine integrierte Funktion, die die Putzdauer überwacht und damit eine zu starke Beanspruchung des Zahnfleischs verhindert.

Munddusche reinigen: So geht’s

Eine Zahnbürste bzw. ein Zahnbürstenkopf muss spätestens alle drei Monate entsorgt werden. Nach jedem Benutzen ist eine Reinigung ohnehin obligatorisch. Aber wie sieht es mit der Munddusche aus? Ohne Säuberung geht es auch hier nicht. Aber das ist glücklicherweise ganz einfach und schnell erledigt:

  • Spülen Sie Ihre Munddusche nach jeder Nutzung unter heißem Wasser aus, damit sich keine Keime festsetzen können.
  • Beseitigen Sie Restfeuchtigkeit mit Hilfe eines Tuches. So verhindern Sie Kalkablagerungen und entziehen zurückbleibenden Keimen die Wachstumsgrundlage.
  • Entleeren Sie bei längerer Nichtbenutzung den Wassertank und trocknen Sie diesen. Ein gefüllter und über lange Zeit ungenutzter Wasserspeicher ist ein Hort für Bakterien. Bakterien, die Sie sich bei der nächsten Nutzung direkt in die Zahnfleischtaschen drücken würden.
  • Viele Tanks lassen sich auch entnehmen und somit in der Spülmaschine säubern. Der Heißwaschgang mit über 70 Grad Celsius ist optimal.
  • Desinfizieren Sie Ihre Munddusche in regelmäßigen Abständen mit der dafür zugelassenen Desinfektionslösung. Diese Lösungen werden meist direkt in das Gerät gefüllt, sodass dieses samt Schlauch und Düsen durchgespült wird. Nähere Angaben dazu finden Sie in der Regel beim Hersteller Ihres Geräts.

Munddusche kaufen: Die wichtigsten Kauftipps

Beim Kauf einer Munddusche ist nicht allein der Preis ausschlaggebend. Grundsätzlich sind Mundduschen in einer Preisspanne von ca. 25 Euro bis weit über 120 Euro erhältlich. Es ist offensichtlich: Höherpreisige Geräte bieten die bessere Leistung. Häufig ist ein Gerät aus dem mittleren Preissegment der beste Kompromiss.

Es kommt schlicht darauf an, was Sie von Ihrem Gerät erwarten. Ein günstiges Modell reicht für die Grundpflege eines „normal-gesunden“ Mundraums ohne Besonderheit wie Zahnfleischerkrankungen, Zahnspange oder Implantate aus. Ist Letzteres der Fall oder möchten Sie auch Mandelsteine zielsicher entfernen, ist ein Gerät aus dem gehobenen Preissegment die beste Lösung.

Benötigen Sie etwa ein handliches Gerät für den Urlaub oder Geschäftsreisen, kommen Sie um eine mobile Munddusche mit integriertem Wassertank nicht herum. Ob mechanisch oder elektrisch – das entscheiden Sie!

 

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