Was sind die Ursachen für kälteempfindliche Zähne?

Die Ursache liegt häufig auch am Zahnfleisch und nicht nur am Zahn. Es bedeckt die sensiblen Zahnhälse und hält Reize wie Kälte fern. Freiliegende Zahnhälse, die aus einem Rückgang des Zahnfleisches resultieren, sowie Schäden am Zahnschmelz sorgen oftmals für kälteempfindliche Zähne. Dies liegt daran, dass ein Teil des Zahns offen liegt und jeder Reiz in meist ziehenden Schmerz umgewandelt wird. Weitere mögliche Ursachen sind Karies, eine Verletzung des Zahnfleisches, Parodontose oder andere Zahnkrankheiten. Zurückweichendes Zahnfleisch kann auch aus einer falschen Putztechnik oder erblichen Veranlagung resultieren. Bei älteren Menschen weicht es oftmals auch ohne Entzündung zurück. Zur Überempfindlichkeit kann es außerdem kommen, wenn der Zahnschmelz abgerieben ist, beispielsweise durch Zähneknirschen. Der Zahnarzt kann in diesem Fall gegebenenfalls eine Beißschiene verordnen.

Kälteempfindliche Zähne - was tun?

Kälteempfindliche Zähne lassen sich behandeln, wenn rechtzeitig damit begonnen wird. Die genaue Behandlung richtet sich danach, welche Ursache für die kälteempfindlichen Zähne verantwortlich ist. Daher empfiehlt es sich, einen Zahnarzt aufzusuchen. Dieser kann eine geeignete Behandlung einleiten, um weitere Schäden an den Zähnen und am Zahnhalteapparat zu verhindern. Dies gilt umso mehr, wenn Symptome wie ein blutendes Zahnfleisch hinzukommen. Auch dann ist ein Zahnarztbesuch ratsam. In leichten Fällen freiliegender Zahnhälse kann der Zahnarzt eine Versiegelung mit einem Fluorid-Lack durchführen. Dieser wird auf den Zahnhalsrand aufgebracht, um die offenen Dentinkanälchen zu verschließen. Diese Behandlung kann zur Verringerung des Schmerzempfindens führen und die Zähne vor Zahnkrankheiten schützen. Die Krankenkassen zahlen diese Leistung jedoch nicht. Fluoridhaltige Gele, die einmal pro Woche wie eine Zahnpasta angewendet werden, können ebenfalls die Überempfindlichkeit lindern. Sie härten den Zahnschmelz.

Auf eine sanfte Zahnpflege achten

Die Zahnpflege sollte bei empfindlichen Zähnen behutsam sein. Viele schrubben ihre Zähne ganz besonders, um sie möglichst gründlich zu reinigen. Doch dies ist grundlegend falsch. Das Zahnfleisch wird dadurch verdrängt und der Zahnschmelz abgerieben, was die kälteempfindlichen Zähne begünstigt und dieses Problem noch mehr verschlimmert. Die Zähne sollten daher sanft mit angenehmem Druck vom Zahnfleisch in Richtung Kaufläche geputzt werden. Ideal ist eine weiche oder mittelharte Bürste mit abgerundeten Borsten. Harte Borsten greifen das Zahnfleisch und den Zahnschmelz an. Es gibt elektrische Zahnbürsten mit Druckkontrolle. Diese können für ein gründlicheres Putzergebnis sorgen und dabei Dentin und Zahnfleisch schonen.

Spezielle Zahnpasta für empfindliche Zähne verwenden

Die Verwendung einer geeigneten Zahncreme speziell für schmerzempfindliche Zähne kann dazu beitragen, den Zahnschmelz zu stärken und die Beschwerden zu lindern. Durch verschiedene enthaltene Stoffe wie spezielle Salze lagern sich Partikel am Zahn ab, welche die Schmerzweiterleitung verhindern. Fluoridverbindungen härten und remineralisieren den Zahnschmelz. Bis eine Verbesserung der Schmerzempfindlichkeit eintritt, dauert es allerdings meist drei bis vier Wochen. Daneben gibt es auch fluoridhaltige Mundspülungen für sensible Zähne, die die Bakterien schonend entfernen und die Schmerzempfindlichkeit reduzieren. Die Mundspülung sollte keinen Alkohol enthalten, da dieser für zusätzliche Schmerzen im Mundraum sorgt. Bei kälteempfindlichen Zähnen sollten keine Weißmacher-Zahnpasten verwendet werden, denn die enthaltenen Schleifkörper greifen die Zähne zusätzlich an und beschädigen sie.

Säurehaltige Lebensmittel bei kälteempfindlichen Zähnen meiden

Es ist ratsam, bei kälteempfindlichen Zähnen säurehaltige Lebensmittel oder Getränke wie Obst, Limonade, Fruchtsaft und Essig zu meiden, da Säuren den Zahnnerv reizen und den Zahnschmelz angreifen. Dadurch wird der Abbau des Zahnschmelzes und somit die Entstehung der kälteempfindlichen Zähne begünstigt. Nach dem Verzehr von sauren Speisen wie einem sauren Apfel sollte der Mund mit Wasser ausgespült werden. Auch basische Speisen oder Getränke wie ein Glas Milch eignen sich, um den pH-Wert im Mund auszugleichen. Entsprechendes Obst kann also zusammen mit einer neutralisierenden Beilage wie etwas Joghurt gegessen werden. Nach dem Verzehr von säurehaltigen Speisen und Getränken sollte 30 Minuten gewartet werden, bis die Zähne geputzt werden. Der Speichel hat den Zahnschmelz dann wieder mit einer schützenden Schicht überzogen, sodass er nicht angegriffen wird. Lauwarmes Salzwasser ist ein wirksames Hausmittel gegen schmerzempfindliche Zähne. Das Wasser wird zweimal täglich als Spülung verwendet und danach mit klarem Wasser entfernt. Dadurch kann der pH-Wert im Mund verbessert und eine Umgebung geschaffen werden, in der den Bakterien der Nährboden entzogen wird.

Fazit

An kälteempfindlichen Zähnen bzw. dem unangenehmen Schmerz nach dem Kontakt mit kalten Lebensmitteln oder Speisen sind in den meisten Fällen freiliegende Zahnhälse Schuld. Normalerweise wird der Bereich vom Zahnfleisch und Zahnschmelz bedeckt. Doch bei vielen sind nicht alle Zahnhälse geschützt und liegen somit teilweise frei. Dadurch werden die unangenehmen Zahnschmerzen verursacht. Auch eine Entzündung, die einen Zahnfleischrückgang begünstigt, eine falsche Zahnbürste oder ein zu intensiver Druck beim Zähneputzen können der Auslöser von kälteempfindlichen Zähnen sein. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Oftmals können schon veränderte Putzgewohnheiten oder eine spezielle Zahnpasta und Mundspülung für sensible Zähne helfen.

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