Kosmetische Eingriffe

Das belegt auch eine repräsentative Befragung, nach der sich 57 Prozent aller Befragten kosmetische Eingriffe an den Zähnen vorstellen können. Was die Wenigsten dabei beachten, ist das gesundheitliche Risiko. Stoffe wie Carbamidperoxid und Wasserstoffperoxid verursachen immerhin chemische Veränderungen im Zahnschmelz. Wo also liegen die Risiken des Zahnbleachings? Und wann ist Bleaching vertretbar?

In-Office- und Home-Bleaching boomen

Wer seine Zähne um ein paar Nuancen aufhellen möchte, hat grundsätzlich die Wahl zwischen dem professionellen Bleaching beim Zahnarzt (In-Office-Bleaching) und unzähligen Bleaching-Produkten für den Hausgebrauch. Darunter etwa spezielle Gelschienen, Streifen oder Bleichlösungen, die aufgepinselt werden. Insbesondere beim Do-it-yourself-Bleaching ist das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen durch den falschen Einsatz der Bleaching-Mittel groß.

Sicher ist die Zahnaufhellung nur unter der professionellen Betreuung eines Zahnarztes, da dieser die Behandlung bei Bedenken bezüglich der Mund- und Zahngesundheit nicht durchführt. Zudem fallen die Ergebnisse einer professionellen Aufhellung deutlich besser und gleichmäßiger aus. Wer sich dennoch dafür entscheidet, das Bleaching auf eigene Faust vorzunehmen, sollte sich unbedingt an die Gebrauchsanweisung halten. Zahnschäden sind schließlich eine dauerhafte und mitunter teure Angelegenheit.

Welche Risiken und Nebenwirkungen hat das Bleaching?

Eingriffe am menschlichen Körper haben immer Vor- und Nachteile. Und so kann das Bleichen der Zähne sowohl in Eigenregie als auch beim Zahnarzt mit unerwünschten Nebenwirkungen und Risiken verbunden sein.

  1. Das Ergebnis entspricht nicht den Vorstellungen

Die wohl harmloseste Nebenwirkung ist schlicht die Tatsache, dass das Bleaching nicht zum gewünschten Farbergebnis führt. Das liegt vor allem daran, dass jeder Mensch eine individuelle Zahnfarbe hat, die entweder heller oder dunkler ausfällt. Wer von Natur aus eine eher dunkle elfenbeinartige Zahnfarbe hat, wird also nicht die gleichen Ergebnisse erzielen, wie jemand der von Natur aus bereits vergleichsweise helle Zähne hat, die lediglich durch Kaffee, Tee oder Wein verfärbt worden sind.

  1. Entzündetes und geschwollenes Zahnfleisch

Insbesondere beim Home-Bleaching kommt es durch die unsachgemäße Verwendung von Bleichmitteln häufig zu Irritationen des empfindlichen Zahnfleischs. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch zu hartnäckigen Entzündungen führen. Beim In-Office-Bleaching beim Zahnarzt ist dieses Risiko deutlich geringer, da das Zahnfleisch vollständig abgedeckt wird. Nichtsdestotrotz kann es auch hier zu einer Art allergischen Reaktion kommen.

  1. Schleimhautreizungen

Trotz aller Vorsorge kann Bleaching-Mittel verschluckt und somit sowohl mit der Rachenschleimhaut als auch mit der Magenschleimhaut in Berührung kommen. Hier sind schmerzhafte Reizungen möglich, die in der Regel aber wieder binnen einiger Stunden abklingen.

  1. Schmerzempfindliche Zähne

Da die chemischen Bleichmittel in der Regel mit Sauerstoff reagieren und das Mineralgitter des Zahnschmelzes beeinflussen, kann es zu teils erheblichen Beeinflussungen kommen. Oftmals sind die Zähne nach dem Bleaching gleich mehrere Tage sehr empfindlich gegenüber Wärme und Kälte aber auch gegenüber süßen oder sauren Speisen. Abhilfe verschafft hier ein sogenanntes Fluoridgel.

  1. Raue Zahnoberflächen

Jedes Bleaching macht den Zahnschmelz minimal poröser und dünner. Durch die angeraute Zahnoberfläche haben es Bakterien und Säuren in der Zeit direkt nach dem Bleaching deutlich leichter, den Zahnschmelz anzugreifen. Das wiederum kann zu einer erhöhten Abnutzung des Zahnschmelzes führen. Auch hier können Fluoridgels helfen, indem sie die Remineralisierung der Zähen fördern. Nichtsdestotrotz empfehlen Zahnärzte die Durchführung eines Bleachings nur alle zwei bis drei Jahre, um die Widerstandskraft der Zähne nicht unnötig anzugreifen.

  1. Entmineralisierung der Zähne

In einigen Fällen kann es in Abhängigkeit von dem verwendeten Bleaching-Mittel stellenweise zur Entmineralisierung des Zahnschmelzes kommen. Inwiefern sich die Zähne langfristig von dieser Entmineralisierung erholen, wird derzeit noch wissenschaftlich erforscht.

  1. Nur natürliche Zähne werden aufgehellt

Die verwendeten Bleichmittel wirken ausschließlich auf das natürliche Zahnmaterial. Füllungen, Kronen und Veneers verändern ihren Farbton nicht. Gerade, wer das Bleaching in Eigenregie durchführt, könnte so eine unschöne Überraschung erleben.

  1. Schädigung des Zahnnervs

Ein Bleaching sollte nur dann durchgeführt werden, wenn die Zähne zuvor professionell gereinigt wurden und sich dort keine kariösen Stellen befinden. Insbesondere bei vorhandener Karies kann es zur Schädigung des Zahnnervs kommen. Umso wichtiger ist es, eine solche Maßnahme lieber beim Zahnarzt vornehmen zu lassen.

Wann macht das Bleaching Sinn?

In Sachen Bleaching gilt es immer, zwischen den Risiken und dem potentiellen Erfolg der Maßnahme abzuwägen. Wer also stark verfärbte Zähne durch jahrelangen Wein-, Tabak-, Tee- oder Kaffeekonsum hat, für den kann ein Bleaching sinnvoll sein, um die natürliche Zahnfarbe zurückzuerlangen. Geht es hingegen darum, die Zähne aus modischen Gründen noch heller zu bekommen, ist gewissenhafteres Nachdenken gefragt, ob der Eingriff das Risiko wert ist. Wirklich schneeweiße Zähne werden jedenfalls nur die wenigsten Menschen erhalten.

Was nur wenige wissen: Selbst Hollywood-Stars greifen für ihr Lächeln oftmals nicht auch Bleaching, sondern auf Veneers zurück. Dies jedenfalls wäre die nachhaltige Alternative zum Bleaching. In jedem Fall aber sollte vor der Zahnaufhellung ein Zahnarzt aufgesucht werden, um unnötige Gefahren zu vermeiden. Bei einem generell eher weichen Zahnschmelz, vorhandener Karies oder akuten Zahnfleischerkrankungen ist vom Bleaching nämlich dringend abzuraten.

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