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Zahnpflege bei Kleinkindern

Worauf ist zu achten?

Eltern kennen es nur zu gut: Nach rund sechs Monaten brechen beim Nachwuchs die ersten Zähnchen durch. Zähnchen, die die Kinder für die nächsten sechs bis zehn Jahre bis zum Herauswachsen der bleibenden Zähne begleiten. Dementsprechend gut gepflegt möchten die Zähne auch sein. Erfahren Sie, warum die Zahnpflege auch bei Kleinkindern so wichtig ist, wie sie bei Babys und Kleinkindern funktioniert und welche Tipps es gibt, um Karies bei Kleinkindern vorzubeugen.

Bildquelle: Adobe Stock / LIGHTFIELD STUDIOS

 

14.04.2021

Darum ist Zahnpflege bei Kleinkindern besonders wichtig

Schon ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns sollte die Zahnpflege beginnen. Ansichten wie „die Milchzähne fallen doch ohnehin aus“ könnten nicht falscher sein. Ganz im Gegenteil sind gesunde Milchzähne auch die Grundlage für ein gesundes Erwachsenengebiss. Umso erstaunlicher, dass der Karies bei Kleinkindern Studien zufolge deutlich zugenommen hat, während die Zahlen bei älteren Kindern und Jugendlichen eher rückläufig sind.
Besonders wichtig ist die gewissenhafte Zahnpflege, da der Schmelz der Milchzähne deutlich dünner und weicher ist. Damit kann der Zahnkaries viel schneller durchbrechen und den Zahn nachhaltig schädigen. Leider schädigt der Karies dabei in manchen Fällen nicht nur den direkt betroffenen Milchzahn, sondern auch den darauf folgenden Zahn.
Müssen Milchzähne aufgrund eines schweren Kariesbefalls beispielsweise verfrüht gezogen werden, beeinflusst das sogar das Wachstum und die Entwicklung des Kieferknochens. Somit kann es leicht zu Kieferfehlstellungen und Durchbruchproblemen der bleibenden Zähne kommen. Die Folge: teure kieferchirurgische Eingriffe. Hinzu kommen weitere mögliche Beeinträchtigungen wie Lispeln und anderen Sprachentwicklungsstörungen durch zu früh verlorene Schneidezähne.

So geht die Zahnpflege bei Babys richtig

Hätten Sie gewusst, dass Sie die Voraussetzungen für gesunde Zähne bereits während der Stillzeit legen können? Tatsächlich ist das Stillen gegenüber der Fütterung per Flasche förderlich für die Zahngesundheit. Um an die Muttermilch zu gelangen, muss das Kind seine Mund- und Kieferregion deutlich kräftiger bewegen, was förderlich für die Kieferentwicklung und die Entwicklung der Kaumuskulatur ist.


Tipp: Wenn Sie Ihr Kind dennoch per Flasche füttern möchten, bieten sich spezielle Flaschensauger an, die dem Kind das Ansaugen der Milch erschweren. So wird die Mund- und Kieferregion auf ähnliche Weise trainiert.


Gewöhnung an das Zähneputzen beginnt vor dem Zahnen

Schon die ersten Milchzähnchen müssen regelmäßig geputzt werden. Um die Abwehrhaltung der kleinen Racker zu reduzieren und den Nachwuchs an das Streichen durch den Mund zu gewöhnen, sollten Sie Ihr Kind vorbereiten. Streichen Sie dazu mit Ihren Fingerspitzen behutsam über die noch zahnlosen Kieferkämme.
Nach etwa sechs Monaten bricht dann meist im Unterkiefer der erste Zahn durch. Parallel zum Durchbruch des ersten Zahns erfolgt die Umstellung von Milch auf Brei sowie auf Getränke wie Tee. Achten Sie bitte auf einen kindgerechten Speiseplan und sparen Sie an Zucker. Das gilt insbesondere für Getränke.
Ebenso wichtig: Stellen Sie spätestens ab dem Ende des ersten Lebensjahrs von der „Nuckelflasche“ auf einen Becher oder eine Schnabeltasse um. Zu langes Festhalten am „Nuckel“ kann zu Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne führen.

Fluorid schützt die Zähne

Der Schlüssel zur Zahngesundheit bei Babys und Kleinkindern heißt Fluorid. Dieser Stoff macht die äußere Schicht der Zähne widerstandsfähiger gegen die von Kariesbakterien abgesonderten Säuren. Dementsprechend ist das natürlich in Trinkwasser und vielen anderen Nahrungsmitteln enthaltene Spurenelement eine sinnvolle Kariesprophylaxe.
Fluorid findet sich vor allem in fluoridiertem Speisesalz sowie in Fisch. Allerdings ist der Gehalt in der Nahrung nicht ausreichend, um einen optimalen Schutz sicherzustellen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) empfiehlt für Kinder deshalb folgende Fluoridkonzentration pro Tag:

Alter (Jahre) Fluorid pro Tag
0 bis unter 2 Jahre 0,25 mg
2 bis unter 4 Jahre 0,5 mg
4 bis unter 6 Jahre 0,75 mg
ab 6 Jahren 1 mg

Die richtige Babyzahncreme

Sobald der erste Zahn das Licht der Welt erblickt, ist Zähneputzen angesagt. Neben einer speziellen Babyzahnbürste mit besonders weichen Borsten empfiehlt sich eine Babyzahncreme. Extra für Babys gibt es im Handel Babyzahncremes mit einem Fluoridgehalt von 500 ppm. Putzen Sie die Zähne Ihres Babys mit einem erbsengroßen Klecks dieser Zahncreme zweimal täglich.
Achten Sie bei der Auswahl der Zahnpasta außerdem darauf, dass diese nicht zu süß ist oder gar an Süßigkeiten erinnert. Damit Ihr Kind die Zahnpasta nicht aus Versehen am Stück schluckt oder sich verschluckt, drücken Sie die Zahnpasta einfach ein wenig zwischen die Borsten der Zahnbürste. Anschließend beginnen Sie mit dem Putzvorgang.

Zahnpflege bei Kleinkindern

Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr sollten Sie bei der Zahnpflege noch selbst Hand anlegen. Erst ältere Kinder können ihre Zahnpflege selbstständig vornehmen. Speziell bei Kleinkindern zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr sollten Sie auf die Anschaffung einer Zahnbürste achten, die für das Milchzahngebiss geeignet ist.
Unabhängig von der Marke sollte die Bürste einen dicken Griff haben und gut in der Hand liegen. Ebenfalls praktisch ist ein weniger als zwei Zentimeter langer Bürstenkopf, sodass sich dieser im Kindermund optimal bewegen kann. Meiden Sie außerdem Naturborsten, da diese eher zu einem Hort für Bakterien werden als Borsten aus Kunstfasern.

Bringen Sie Ihrem Kind die „KAI-Technik“ bei

Auch wenn Sie bei Ihrem Kleinkind noch selbst Hand anlegen, sollte sich der Nachwuchs bereits an das systematische Zähneputzen mit der „KAI-Technik“ gewöhnen. Die Buchstaben K, A und I stehen für die Reihenfolge, in der die Zähne geputzt werden. Zunächst die Kauflächen, dann die Außenflächen und zuletzt die Innenseiten. Und das zunächst im Oberkiefer gefolgt vom Unterkiefer. Mit der Zeit wird Ihr Kind diese Technik verinnerlichen. Ermutigen Sie Ihren Nachwuchs auch einmal, es selbst zu versuchen und helfen Sie tatkräftig mit.

Weitere Tipps für die Zahnpflege bei Kleinkindern

  • Übertragen Sie keine Kariesbakterien auf Ihre Kinder, indem Sie das Ablecken von Löffeln oder Schnullern Ihrer Kinder vermeiden.
  • Wischen Sie die Kauleisten Ihres Babys regelmäßig mit einem feuchten Wattestäbchen ab. Somit entfernen Sie bereits viele Bakterien, die für die neu durchbrechenden Zähne zur Gefahr werden können.
  • Um die ersten Zähne besonders einfach reinigen zu können, bietet sich eine Fingerzahnbürste an. Diese können Sie ganz einfach über Ihren Zeigefinger stülpen und behutsam drauflosputzen.
  • Achten Sie auf eine gesunde und möglichst zuckerarme Ernährung Ihrer Kinder. Im Gegenzug ist ein hoher Kalziumanteil förderlich für die Zahngesundheit.
  • Seien Sie ein Vorbild und lassen Sie Ihren Nachwuchs so oft wie möglich bei Ihrer eigenen (gewissenhaften!) Zahnpflege zusehen.
  • Um Ihrem Kind die Angst vor dem Zähneputzen zu nehmen, können Sie spontan die Rollen tauschen. Lassen Sie sich doch einfach einmal von Ihrem Kind die Zähne schrubben.
  • Weiterer Motivations-Tipp: Lassen Sie Ihr Kind selbst eine schöne Zahnbürste aussuchen.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig zum Zahnarzt, sobald die ersten Zähne durchgebrochen sind. Bei den sogenannten Frühuntersuchungen kann der Zahnarzt unter anderem feststellen, wie anfällig die Beißerchen für Karies sind.

 

FAQ

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